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Ferien im Patchwork: Ein Miteinander, von dem ein jeder profitiert

Verreisen? Am besten mit denjenigen Menschen, die einem viel bedeuten: Miteinander aus dem Alltag ins Abenteuer! Um alsdann gestärkt aus dem Urlaub in Österreich zurückzukehren.

Die Geschichte einer Patchwork-Mutter:

»Liebster, darf ich mir was wünschen?«

Wolfgang lässt sein Buch sinken.

»Ich würde gerne unseren nächsten Urlaub so verbringen wie ›Damals‹ …«

›Damals‹, das muss ich ihm nicht erklären. Es ist für unsere Familie zu einem Synonym geworden für schöne Wochen, die unsere Verbundenheit stärkten.

»Genau so?«, fragt er.

»Naja … Vielleicht ohne die Wahnsinnsaktion der Kids, nachts allein auf den See hinauszurudern, um den Vollmond und danach den Sonnenaufgang zu genießen.«

Wolfgang lacht auf. Es tut gut, ihn fröhlich zu sehen.
 

Gemeinsame Urlaubszeit als Abenteuer…

Drei bange Stunden hatten wir verbracht, weil seine, meine und die Kinder unserer Freunde in keinem Winkel des Ferienhauses zu finden gewesen waren. Unsere Rasselbande kehrte erst mittags zurück, laut singend und gemeinsam das Boot den Hügel heraufschleppend. Da war der Jüngste, mein Sohn, gerade mal sechs Jahre alt, Wolfgangs Tochter Leah kann also noch keine dreizehn gewesen sein.

»Ja, älter sind sie obendrein geworden. Und klüger. Hoffe ich zumindest.«

»Wir auch. Älter auf jeden Fall«, sagt Wolfgang. Dafür knuff ich ihn mal kurz in die Seite.

Freiräume für jeden

  • Urlaub am Bauernhof © Tirol Werbung / Laurin Moser Urlaub am Bauernhof © Tirol Werbung / Laurin Moser

»Wen sollen wir einladen mitzukommen – mal abgesehen von unserem bunten Haufen?«, frage ich ihn. Er plädiert sofort für die ›alte Truppe‹. Okay, ohne Sandras mittlerweile Verflossenen. Aber Stefan müsse unbedingt mit. Er war damals ein toller Partner für Wolfgangs Auszeiten, wenn die Kids es allzu toll trieben: Aufs Rad und los, stundenlang waren die beiden miteinander unterwegs, bis in die Berge. Danach kamen sie stets entspannt und in bester Laune zurück. Stefan und seine zwei Kinder also. Dazu natürlich Leahs Freund und die beste Freundin meiner Tochter Hannah.

»Und Marie …«, aber das war Wolfgang ohnehin klar. Er, Stefan und die Rennräder; ich und meine Freundin Marie samt Malstaffeleien. Sonst wäre das kein Urlaub.

»Wie wäre es, wenn wir meine Tante mitnehmen? Falls wir ›unser‹ Ferienhaus wiederbekommen …«

Ich nicke. Sie kann prima mit den Kindern, macht den besten Apfelstrudel weltweit – und das Appartement ist barrierefrei, die österreichische Seenwelt hat sie immer schon gemocht. Ja, ich kann sehen, dass ihm die Idee Freude bereitet. Und weil bei ihm der Schritt vom imaginierten Genuss zum praktischen Tun nie lange dauert, sendet er den Bauern, zu deren Biohof das Ferienappartement gehört, sogleich eine Anfrage: Wir wollen unserer ›Truppe‹ ja nicht grundlos den Mund wässrig machen …

Zwischenzeitlich waren wir in New York gewesen, erkundeten Australien – aber nichts war für unsere ›Familie‹, dieses zusammengewürfelte Etwas, derart bereichernd wie unser ›Damals‹ in Österreich; das hieß einundzwanzig Tage alle gemeinsam oder für sich sein oder mit irgendwem aus der Gruppe: zum See hinunter, in die Berge hinauf, Konzert für die Alten, Dorffete für die Teenager, jede Menge Sport und für Marie und mich die Staffelei, Liegestühle in der Sonne, ein Buchregal … Und abends dann alle um die große Feuerstelle vor der Terrasse, oft bis zum frühen Morgen.

Wachsen im gemeinsamen Erleben

  • Familie beim Radfahren Donauradweg © Österreich Werbung / Mooslechner Familie beim Radfahren Donauradweg © Österreich Werbung / Mooslechner

Der nächste August - kommt sogleich die Antwort - ja, der sei noch frei in ihrem Haus, geräumig, mit Plätzen und Nischen, damit ein jeder sich zurückziehen oder eigenen Interessen ungestört nachgehen könne. Anna reserviere es uns gerne unverbindlich. Sie freue sich riesig, uns wiederzusehen – wie lange sei das her? Zwei Jahre? Dass sie sich noch gut an uns erinnere: an die Vollmondfahrt der Kinder, und an das Abenteuer am Berg oben, als überraschender Nebel kam, und wir, Leah und ich, in der Almhütte einkehren mussten.

Diese Nacht zu zweit da oben, die werde ich auch nie vergessen. Es war der Beginn einer Annäherung. Jeder weiß, dass Patchworkfamilien nicht einfach sind. Trotzdem rechnet keiner mit all der Mühsal. Ebenso wenig mit der schönen Überraschung, die eine entstehende Verbundenheit bedeutet. Auch Anna, die Bäuerin, habe ich nicht vergessen. Kaum älter als wir und absolut nicht von gestern. Eine achtsame, lebenslustige Frau, bei der man gern in der Küche sitzt. Nicht nur weil ihr Ideenreichtum, ihr naturverbundenes Leben und Wissen, bereichert. Sondern auch, um sich alles von der Seele zu quatschen. Irgendwie schon eigenartig: Man war Gast und gehörte in drei Wochen dennoch zur Familie. Die unsere musste ich ihr nicht erklären; ein bunter Haufen, durch das Miteinander im Leben mehr verbunden als durch Gene.

Wolfgang stellt den Laptop beiseite, dreht das Licht ab. Ich schmieg mich an ihn.

»Du …«, sagt er leise, »dein Wunsch ist ein verdammt schöner Wunsch …«

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