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Moststraße

Farbenprächtig blühende Obstbäume, sanfte Hügel, bunte Äcker und vor allem ein bernsteinfarbiger Saft, der der Region ihren Namen gab, sind die Ingredienzien des Mostviertels, einer der abwechslungsreichsten Kulturlandschaften Österreichs.

Birnenkorb © Regionalverband Mostviertel
Birnenkorb © Regionalverband Mostviertel

Der Most – anderswo wird er aus Äpfeln hergestellt, hier im Mostviertel sind es Birnen, die dem Most seine eigene Fruchtigkeit und Eleganz verleihen. Auf der 200 km langen Moststraße zwischen den Flüssen Ybbs und Enns hat man viele Gelegenheiten, das bekömmliche Getränk, auf das bereits die Kelten schwörten, näher kennenzulernen: Moststraßenwirtshäuser, Moststraßen-heurige und bäuerliche Ab-Hof-Betriebe liegen direkt am Weg. Aber Birne ist nicht gleich Birne: Was darf’s denn sein? Speckbirne oder Pichlbirne, Dorschbirne oder Stieglbirne? Um herauszufinden, welcher Birnenmost am besten schmeckt, gibt es nur eine Methode: probieren, probieren und noch einmal probieren. Beim Verkosten geben die Bauern gern darüber Auskunft, wie denn der Most in die Flasche kam. Die handverlesenen Birnen werden nämlich von manchen Herstellern noch mit alten Geräten wie der „Birnreiben“ zerkleinert und händisch  gepresst, bevor der Most in den hofeigenen Kellern sechs bis acht Wochen zur Gärung lagert. Der Alkoholgehalt des Mosts liegt dann zwischen vier und acht Volumsprozent. Das spritzig-fruchtige Getränk ist nicht nur erfrischend, sondern obendrein gesund.

Wer noch mehr für die Fitness tun will, kann die die einzigartige Mostviertler Hügellandschaft mit ihren verstreuten Weilern und den typischen Vierkanthöfen auf zahlreichen Themenwanderwegen und Lehrpfaden zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Am schönsten ist es hier im Frühling, wenn die blühenden Obstbäume ihre ganze Pracht entfalten. Entlang der Moststraße kommen aber auch die kulturellen Vorlieben nicht zu kurz. Im Herzen des Mostviertels liegt das bereits seit dem Jahr 1112 bestehende Stift Seitenstetten, das mit seiner barockisierten Stiftskirche, der romanischen Ritterkapelle und den barocken Stiftsgebäuden ein einzigartiges architektonisches Ensemble darstellt. Weit sichtbar ragt das Benediktinerstift aus der wellig-sanften Hügellandschaft heraus – nicht umsonst wird es im Volksmund der „Vierkanter Gottes“ genannt.

Moststraße Mostviertel

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