Den Grundstock der Kärntner Bevölkerung bildet der bayerische Stamm, aber auch Slawen und Keltoromanen haben ihre Spuren hinterlassen. Bevor sich die Bayern bis nach Kärnten ausbreiteten, war hier eine slawische Bevölkerung ansässig - viele Orts- und Flurnamen bezeugen dies heute noch.
Besonders in den Gebieten südlich der Drau hat sich eine slowenische Minderheit gehalten. Im Staatsvertrag von 1955 wurde den Slowenen eine Reihe von Rechten eingeräumt, vor allem die Einrichtung zweisprachiger Schulen und Ortstafeln. Die slowenische Sprache ist außerhalb des Familienkreises nur mehr selten zu hören, doch sind andere Lebensäußerungen des slowenischen Volkes wie Trachten, Bräuche und Lieder mancherorts noch sehr lebendig.
Der Gebirgsraum wurde in mehreren Phasen durch Einödhöfe erschlossen. Die alten Zentren entstanden an Verkehrsknotenpunkten und alten Durchgangswegen. Hauptsiedlungsraum ist das Drautal und das Klagenfurter Becken.