Bei ihrer Ausbreitung in der Steiermark trafen die Bayern in karolingischer Zeit (8. Jh.) auf eine slawische Bevölkerung. Die Oststeiermark war durch jahrhundertelange Kämpfe mit den Reitervölkern aus dem Osten fast völlig verödet und wurde seit dem 10. Jh. von deutschen Kolonisten, überwiegend bayerischer Herkunft, besiedelt.
Die Siedlungsräume der karolingischen Landnahme weisen irreguläre Orts- und Flurformen auf (Weiler und Haufendörfer mit meist kleingeteilten Block- oder Blockstreifenfluren), während sich die Gebiete der hochmittelalterlichen Kolonisation im östlichen Flachland durch planmäßig angelegte Straßen- und Angerdörfer mit großzügigen Gewannfluren auszeichnen. Der Gebirgsraum wurde in mehreren Phasen durch Einödhöfe erschlossen.
Die Mehrzahl der Städte wurde von den Landesfürsten zum Zweck der Landessicherung, als Verkehrsstützpunkte oder Bergbauorte gegründet oder mit dem Stadtrecht ausgestattet. Viele liegen am Fuß einer Burg und sind Märkte, die sich an einer Straße entlangziehen.
Die größte Siedlungsdichte erreicht das Industriegebiet der Mur-Mürz-Furche von Judenburg bis Mürzzuschlag.