Infolge der verschiedensten Landschaftsformen ist die Pflanzenwelt in Niederösterreich außerordentlich vielfältig.
Im Waldviertel dominieren Fichten-Buchen-Tannen-Wälder, auch Rotföhre und Birke sind nicht selten, im Weinviertel Eichen-Hainbuchen-Wälder und im Wienerwald Eichen-Buchen-Wälder, die auf den Sand- und Felsböden im Marchfeld und in den Hundsheimer Bergen bei Hainburg in eine Waldsteppe übergehen.
Die Flüsse Donau, March und Leitha werden von einem üppigen Auenwald mit Weiden, Pappeln, Eschen, Ulmen und Erlen begleitet. Im undurchdringlichen Unterholz herrschen Hartriegel, Holunder, Pfaffenkäppchen und Lianen (Waldrebe) vor.
Im westlichen Wienerwald, im Alpenvorland und in den niederösterreichischen Kalkalpen wird der ursprünglich vorhandene Buchen-Tannen-Mischwald - mit Bergulme, Eibe, Ahorn - heute großteils durch geforstete Fichtenwälder ersetzt.
In den höheren, alpinen Regionen tritt die Lärche hinzu, an der Waldgrenze (ca. 1700 m Seehöhe) stehen meist Fichten und Lärchen; für die Kalkplateaus (Rax, Schneeberg) ist die Legföhre (Latsche) typisch.
Weite Landstriche wurden im Mittelalter zugunsten der Viehwirtschaft gerodet, dort befinden sich heute fette Mähwiesen mit vielfältigen Wiesenblumen; eine Besonderheit sind die Narzissen-Wiesen in der Lunzer Gegend.
Im Waldviertel trifft man stellenweise auf Hochmoore, die von Zwergbirke, Wollgras, Heidekraut, Riedgräsern und Sonnentau begleitet werden.
Besonders farbenfroh und artenreich ist die Alpenflora. Die Almen oberhalb der Waldgrenze zeigen im Bergfrühling ein buntes Bild mit Soldanellen, Primeln, Enzianarten, Trollblumen und vielen anderen.