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Burgenland - HINWEISE

In der Baukunst ist im Lauf der wechselvollen Geschichte des Landes viel zerstört worden. Dies trifft insbesondere auf die Romanik zu, aus der nur Teile erhalten sind (Pfarrkirche Güssing, Fischerkirche Rust). Aus der Zeit der Gotik stammen sowohl Kirchen (Fischerkirche Rust mit Wandmalerei und Allerheiligenaltar; Oslip, Dom zu Eisenstadt, Mattersburg, Stadtschlaining, Gaas und Eberau) als auch Burgen. Geringe Spuren hat im Burgenland die Renaissance im 16. Jh., der Zeit der Türkenkriege und anderer kriegerischer Auseinandersetzungen, hinterlassen. Aus dieser Zeit stammen hauptsächlich Burgen und Befestigungen wie Burg Forchtenstein. Im Zeitalter des Barock (17./18. Jh.) konnte sich auch im Burgenland eine rege Bautätigkeit entfalten. Kirche und Adelsfamilien wie die Esterházy, Batthyány, Nádasdy und Stotzingen waren die Auftraggeber für Kirchen, Schlösser und Ansitze. Große Künstler wie Lukas von Hildebrandt, Joseph Emanuel Fischer von Erlach, Franz Anton Maulbertsch und Martino Altomonte waren hier tätig. Bedeutende Wallfahrtskirchen sind die in Frauenkirchen (von F. Martinelli) und Loretto. Die prachtvollsten Schlösser entstanden außer in Eisenstadt (Schloß Esterházy) in Halbturn (Lukas von Hildebrandt, Fresken von Maulbertsch), in Kittsee und Kobersdorf. Im Klassizismus wurde Schloß Esterházy in Eisenstadt oder Schloß Draskovich in Güssing, umgebaut oder erweitert.
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