Das Burgenland war durch jahrhundertelange Kämpfe mit den Reitervölkern aus dem Osten fast völlig verödet. Seit dem 8. Jahrhundert, als Pannonien ein Teil des Frankenreiches war, wanderten bayerische und slawische Siedler ein.
Nach wiederholten Einfällen von Türken oder Ungarn ließen sich kroatische Flüchtlinge in diesem Gebiet nieder.
Noch heute gehören etwa 12 % der Bevölkerung nationalen Minderheiten an. Die Kroaten (7 % der Gesamtbevölkerung) leben in eigenen Dörfern (Sprachinseln) über das gesamte Burgenland verteilt, während sich die Magyaren (2% der Gesamtbevölkerung) hauptsächlich auf den Bezirk Oberwart im südlichen Burgenland konzentrieren.
Im Burgenland lebt der größte protestantische Bevölkerungsanteil Österreichs (14 %).
Die streng geometrische Anordnung von Dorf- und Gehöftformen ist auf die planmäßige Landnahme zurückzuführen. Das ländliche Siedlungsbild des Nordburgenlandes wird hauptsächlich vom Angerdorf bestimmt: hier erweitert sich die Durchgangsstraße in der Dorfmitte und bildet daher einen zentralen Dorfplatz. Dieser wurde früher als Viehweide benützt; heute ist er leider sehr oft verbaut. Vorherrschende Hofart ist der Streckhof; bei ihm liegen der Wohnteil, Küche, Kammer, Stall und Tenne hintereinander einheitlich unter einem Dach.
Dem Burgenland hat die lange Gutsuntertänigkeit besondere Züge aufgeprägt, weshalb städtische Zentren fast völlig fehlen.