2009 im Zeichen Joseph Haydns
Joseph Haydn (1732-1809) ist einer der ganz Großen der österreichischen Musikgeschichte. Sein Todestag jährt sich heuer zum 200. Mal und Musikfreunde in aller Welt richten im Gedenkjahr ihr Augenmerk auf Leben und Werk dieses bedeutenden Komponisten.
Wer ist Joseph Haydn? Das hätten seine Zeitgenossen ganz einfach beantworten können. Denn damals war er der größte, berühmteste und bedeutendste Komponist seiner Epoche. Heute haben ihm Wolfgang Amadeus Mozart, für den er ein väterlicher Freund war, und einer seiner Schüler, Ludwig van Beethoven, ein wenig den Rang abgelaufen.
Doch sein grandioses, über 1200 Werke umfassendes Schaffen ist wahrlich das eines „Meisters der Wiener Klassik“… Vielen ist Haydn bekannt als Verfasser der heutigen deutschen Hymne.
Haydn, der es vom Dorfkind zum Ehrendoktor von Oxford brachte, lebte an einer Zeitenwende: In Europa war der Teufel los: Die Franzosen machten Revolution und köpften Marie-Antoinette. Die Engländer mussten erleben, dass ihre Kolonien die Vereinigten Staaten gründeten. Österreich wurde moderner. Preußen wuchs. Und Napoleon wollte ganz Europa umkrempeln.
Joseph Haydn war eine beliebte, und von seinen Zeitgenossen sehr geschätzte Persönlichkeit - fleißig, humorvoll, umgänglich und von geradlinigem Charakter. Er hat sich keineswegs durch seinen steilen Aufstieg aus ärmsten Verhältnissen in höchste gesellschaftliche Kreise verderben lassen. Weil der fromme Katholik ein gütiger Vorgesetzter war, nannten ihn seine Künstlerkollegen auf Schloss Esterházy „Papa Haydn“. Abseits der Musik widmete er sich dem Angeln und der Jagd.
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