Wien: Ausstellungen
In Wien beleuchten verschiedene Haydn-Ausstellungen Leben und Werk des Meisters der Wiener Klassik, unter anderem in original Haydn-Stätten.
Ein Muss für Haydn-Fans ist sein ehemaliges Wohnhaus, das „Haydnhaus“. Das heutige Haydn-Museum gibt Einblick in die Originalräume, wo u. a. „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ entstanden. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Joseph Haydns Musik, seine Lebensweise und sein Altwerden. Im Erdgeschoß werden Stadtporträts von London und Wien entworfen, die den Besucher von heute in die Lebenswelt der Zeit um 1800 führen. Mit den illustren Gästen von einst, die in Gestalt von Porträts und Aussagen über ihren Gastgeber den Aufgang säumen, betritt man die Wohnung Haydns im ersten Stock. Dank behutsamer Sanierungen entspricht die heutige Raumaufteilung dem Originalzustand. Bei einem dreitägigen Fest rund um Haydns 200. Todestag am 31.5.2009 wird auch der rekonstruierte Garten präsentiert.
www.wienmuseum.at
Im Mozarthaus Vienna, wo sich Mozart und sein väterlicher Freund Haydn trafen und gemeinsam musizierten, werden in drei Sonderausstellungen wertvolle Haydn-Autographe und -Dokumente präsentiert: von 23. Jänner bis 4. Oktober zur Haydn-Arie „Chi vive amante…“, von 20. März bis 14. Mai Joseph Haydns Konzert für Violoncello und Orchester in C-Dur, Hob. VII b Nr. 1 und von 14. Oktober bis 20. Dezember „Vom Sängerknaben zum ersten Wiener Klassiker – Haydns Beziehungen zu Wien“ (bereits im Wiener Stadt- und Landesarchiv von 2.4. bis 28.8.2009 ausgestellt). Eine Konzertreihe verspricht Musikgenuss.
www.mozarthausvienna.at
Auf der dritten Etage von Wiens einzigartigem Klangmuseum, dem Haus der Musik, ist dem Komponisten permanent ein eigener Raum gewidmet. Eine Zeittafel, eine Beschreibung seines Tagesablaufs eine interaktive Dokumentation illustrieren Haydns Leben – vom Dorfkind an den Kaiserhof. Auch das Verhältnis zwischen Haydn und seinen Dienstgebern, den Fürsten Esterházy sowie das Leben Haydns in London werden beleuchtet. Haydns letzte Kompositionsskizze, Dokumente über seine Ehe und Porträts seiner Schüler machen das Leben des Meisters nachvollziehbar. Ebenfalls anwesend: sein Papagei, der „Papa Haydn“ sagen und die ersten Takte der Kaiserhymne singen konnte. Die Sonderausstellung „Eine Haydn-Arbeit“ (1.4.-1.10.2009, Eintritt frei) im Innenhof gibt Einblicke in das vielfältige musikalische Schaffen Haydns.
Musik-Tipp: „Haydn Oasenkonzerte“ des Wiener Imperial Quartetts im Innenhof (jeden Sa im Juni, Juli, August, 15 Uhr, Eintritt frei).
www.hdm.at
Das Haydn-Jahr ist im Musikverein, dem Eldorado klassischer Musik in Wien, rundum spürbar: Sowohl im Musikprogramm als auch durch gleich zwei hochkarätige Haydn-Ausstellungen. Von 20. März bis 20. Juni steht mit „Joseph Haydn in London“ sein Englandaufenthalt im Mittelpunkt, von 29. Oktober bis 19. Dezember ist „Joseph Haydn. Fürsten, Mäzene und Auftraggeber“ zu sehen.
www.haydn-ausstellung-wien.com
Die Sammlung alter Musikinstrumente in der Neuen Burg zeigt eine Haydn-Wachsbüste, ein Flötenwerk, für das Haydn einige Stücke komponiert hat und ein Cembalo, das möglicherweise für Haydn nach Wien geschickt wurde. Ausgestellt sind auch ein Hammerflügel von Johann Schantz (Haydns bevorzugtem Klavierbauer), ein Tangentenflügel und eine Violine aus der Werkstatt Betts. Besonders interessant sind auch die zur Zeit Haydns beliebten Barytons, deren Klang über ein Audioguide-System hörbar ist. Einige Nachbauten von Originalinstrumenten aus der Zeit Haydns können auch angespielt werden.
www.khm.at
Von April bis Oktober 2009 bieten Wiener Guides jeden Samstag und Sonntag zudem regelmäßig geführte Stadtspaziergänge auf den Spuren des Meisters an:
Sa, 10.30 Uhr: u. a. mit Michaelerplatz, Stephansplatz, Ankeruhr, Treffpunkt Michaelerplatz (Mitte) www.wienfuehrung.at;
So, 10.30 Uhr: mit Besuch des Haydnhauses, Treffpunkt Ecke Fahnengasse/Wallnerstraße (U 3), www.wienguide.at.
Informationen über laufende und geplante Veranstaltungen erhalten Sie beim
Wien Tourismus.