
Beim OsterKlang-Festival 2009 bittet Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern am 4. April zu Haydns Oratorium „Die sieben letzten Worte“. Zu Haydns 200. Todestag bringen in der Akademie der Wissenschaften die Wiener Akademie, geleitet von Martin Haselböck, und der Wiener Singverein Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ zur Aufführung. In dieser Aula (heute „Haydn-Saal“) wurde am 27. März 1808 Haydns 76. Geburtstag mit einem Triumph der „Schöpfung“ gefeiert – sein letzter öffentlicher Auftritt (29., 30., 31.5.2009).
„Haydnklang im Belvedere“ (Kammerkonzerte der Musikuniversität Wien) ertönt am 15. und 27. Mai. Barocker Originalklang ist bei der Konzertnacht „Haydn am Clavier“ in der Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthistorischen Museums am 6. Juni zu erleben.
Im Musikverein finden im Haydn-Jahr 65 Haydn-Konzerte statt, mit Orchestern wie dem Concentus Musicus Wien mit Nikolaus Harnoncourt („L'isola disabitata“am 6./7.6. und „L’infedeltà delusa“ am 14./15.11.), den English Baroque Soloists („Die Jahreszeiten“ am 25.11. und „Die Schöpfung“ am 26.11.) und der Wiener Akademie, dirigiert von Martin Haselböck („Symphonie mit dem Paukenwirbel“ am 11.10.). „Crossing Haydn“ lautet das Motto im Gläsernen Saal: Haydn wird nicht nur gespielt, sondern auch erzählt, getanzt und verfilmt(24.4., 8.5., 12.6.).
Ebenfalls 65 Haydn-Werke aller Gattungen sind 2009 im Wiener Konzerthaus zu hören: von Oratorien („Il ritorno di Tobia“ am 24.5., „Die Jahreszeiten“ am 6.11.) bis zu Symphonischem. Die Musiciens du Louvre – Grenoble unter Marc Minkowksi lassen an vier Abenden Anfang Juni sämtliche zwölf „Londoner“ Symphonien Haydns erklingen. Starpianist Rudolf Buchbinder führt Haydn-Klaviersonaten auf (13.5.) und „Haydn à la carte“ bietet Mittagskonzerte (22.4., 13.5.). Unter den hochklassigen Haydn-Interpreten in der zweiten Jahreshälfte: das Concerto Köln mit Haydn-Sinfonien (7. und 8.10.), das RSO Wien unter Bertrand de Billy mit den „Jahreszeiten“ (6.11.) und das Belcea Quartett (11. und 12.12.).
Im Mozarthaus Vienna versprechen Konzerte unter dem Titel „Mozart, Haydn und Zeitgenossen – musikalische Kostbarkeiten und Raritäten“ Musikgenuss mit dem Concilium musicum Wien, dem Jess-Quartett Wien und dem Esterházy Ensemble.
Im Haus der Musik sind im Juni, Juli und August jeden Samstag Nachmittag Haydn-„Oasenkonzerte“ des Wiener Imperial Quartetts zu hören – bei freiem Eintritt.
In der Barockbasilika Maria Treu, wo Haydn Orgel spielte, finden 25 Haydn-Abende statt. Sämtliche Haydn-Messen erklingen in der Augustinerkirche, einige davon führen die Wiener Sängerknaben auch in der Hofburgkapelle zum sonntäglichen Hochamt auf. Und in der Michaelerkirche (auch hier betätigte sich Haydn als Organist!) werden sämtliche 69 von Haydn stammenden Streichquartette aufgeführt. Schauplatz der sommerlichen Konzertserie „Haydn, Mozart & more“ ist der Stephansdom, wo Haydn selbst als Sängerknabe sang (3.6. bis 5.9.).
Die Haydn-Gesellschaft Wien feiert 2009 ihren Meister u.a. mit Matineen im Palais Eschenbach (17.5.), Haydns „Sieben letzte Worte…“ am Karfreitag in der Annakirche und einem Gedenkkonzert in der Kirche Mariahilf (28.5.).
Außergewöhnliche musikalisch-kulinarische Zugreisen bietet der Imperial Dinner Train, der ab 22. April bis 7. Oktober jeden Mittwoch von Wien nach Eisenstadt – zu einem Empfang auf Schloss Esterházy samt Führung – und retour fährt. Das Team von „Palazzo“ mit Starkoch Reinhard Gerer verwöhnt den Gaumen.
Als Höhepunkt zum Ausklang des Haydn-Jahres dirigiert ab 5. Dezember Maestro Nikolaus Harnoncourt im Theater an der Wien Haydns bekannteste Oper, „Il Mondo della Luna“. In Haydns klingender Beschreibung der Mondlandschaft gibt es statt Steinen und Staub duftende Blumen und grüne Wälder, statt Stille zwitschernde Vögel und lyrisch brillante Arien (5., 7., 9., 11., 13., 22.12.). Haydns Opern werden konzertant aufgeführt: „L’Isola Disabitata“ am 12. Juli mit dem L’Orfeo Barockorchester und „L’Anima del Filosofo“ am 25. September mit dem kammerorchesterbasel. Bei einem außergewöhnlichen Silvesterkonzert spielt das Freiburger Barockorchester, geleitet von Adam Fischer, Haydns Oratorium „Die Schöpfung“, es singt der Arnold Schoenberg Chor mit Genia Kühmeier, Michael Schade und Hanno Müller-Brachmann.
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