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Käsespezialitäten aus Österreich

Ob weich oder hart, ob mild oder pikant – Österreichs Senner zaubern aus der Milch ihrer Tiere Käsespezialitäten nach kunstvoller Tradition und von höchster Qualität. Besucher sind herzlich eingeladen, die schmackhaften Produkte gleich vor Ort zu verkosten.

Käse aus der Steiermark © Fromagerie zu Riegersburg/augenfutter.at

Vorarlberg

Wer die hügelige Landschaft entlang der Bregenzerwälder KäseStrasse durchquert, kommt vorbei an zahlreichen Bauernhöfen mit Hofläden, Dorfsennereien, Alpsennereien sowie an Gastronomiebetrieben, die Einblick in die Welt des Sennens bieten. Bei zahlreichen Käsewirten haben Gäste die Wahl zwischen köstlichen Käsegerichten wie der duftenden Käsesuppe oder den legendären „Käsknöpfle“, die hier meist mit Bergkäse, Emmentaler und Räßkäse zubereitet und in eigens hergestellten, hölzernen Gefäßen serviert werden. Die Käseschätze des Bregenzerwalds versammeln sich im Käsekeller in Lingenau, der gemeinsamen Lagerstätte, die heute 90 Prozent der Bergkäseproduktion des Bregenzerwalds birgt. Auf Besucher wartet dort ein Erlebnis, bei dem sich Tradition und Zukunft, Handwerk und Technologie, Kunst und Natur begegnen.

Einmal selbst das Käsetuch ausbreiten und mit der Harfe den Käsebruch schneiden, dazu haben Besucher im Haus Walserstolz im Vorarlberger Biosphärenpark Großes Walsertal Gelegenheit. In der Erlebnissennerei stellen sie ihr Talent als Senner auf die Probe und üben sich in den zahlreichen Handgriffen, die für die Herstellung des traditionellen Bergkäses „Walserstolz“ notwendig sind. Neben der Schausennerei beherbergt das Haus Walserstolz auch einen kleinen Regionalladen und die Biosphärenpark-Ausstellung, die Einblicke in die Welt der Murmeltiere und spannende Infos über die umweltfreundliche Energiegewinnung im Tal gibt.

 

Niederösterreich

Frischkäse in Oliven oder Feigen, Schafkäse-Bällchen mit Pesto oder klassischer Schnittkäse für die Jause: Nach bewährter Tradition und mit viel Leidenschaft stellen die "Käsemacher“ in Heidenreichstein im Waldviertel vielfältige Käse- und Antipasti-Spezialitäten her. In der Käsemacherwelt erkunden Besucher bei einer Führung die Schaukäserei und verkosten Gerichte mit und um den Käse im Restaurant. Der Shop bietet eine große Auswahl an Käse- und Antipasti-Spezialitäten aus örtlicher Gastronomie und Landwirtschaft.

 

Steiermark

Auf satt grünen Almwiesen im Sulzgraben in der Hochsteiermark, haben Helvetia, Nivella, Rimini, Helvella, Norwega, Rigali und Nuss ihr Revier. Die Kühe verbringen den ganzen Sommer auf der Weide, daher ist ihre Milch reich an Vitaminen und Mineralstoffen und enthält mehrere ungesättigte Fettsäuren. Die wertvolle Milch wird in der „Hochschwabkäserei“ zu würzigem Bergkäse und aromatischem Raclettekäse veredelt.

Kuhrohmich-Blauschimmelkäse mit Uhudlergelee überzogen und mit entkeimtem Heu bedeckt: Bei einem Besuch in Österreichs 1. Käsereifungs- und Käsekunstwerkstatt, der „Fromagerie zu Riegersburg“, experimentiert Bernhard Gruber mit außergewöhnlichen Geschmacksnoten. In seiner Käsekunst- bzw. Affinage-Manufaktur lässt er Laibe österreichischer Kleinerzeuger zur Blüte reifen und veredelt daneben Rohmilchkäse zu neuen, interessanten Kreationen.

 

Kärnten

Qualität und Sorgfalt in der Herstellung zeichnen den „Gailtaler Almkäse“ aus, der als „geschützte Ursprungsbezeichnung der EU“ gilt. Auf die Spur des alten Brauchtums rund um die Käse- und Buttererzeugung begeben sich die Gäste am besten auf dem Gailtaler Käserundwanderweg, der Genießer von einer Almsennerei zur anderen führt. Da lohnt sich auch eine Einkehr in der Schaukäserei auf der Tressdorfer Alm am Nassfeld, wo große und kleine Besucher den Weg der wertvollen Milch bis zum jungen Käselaib verfolgen und würzige Happen probieren können.

 

Oberösterreich

Ins Stift Schlierbach zieht es Feinschmecker, um den herzhaften Schlosskäse mit der typischen roten Schmiere zu erleben. Denn als wirtschaftlich eigenständiges Kloster betreiben die Zisterziensermönche seit der Nachkriegszeit neben einer Glasmalerei eine Käserei, in der sie hochwertige Milch aus dem Alpenvorland in mehr als 20 verschiedene Käsesorten verwandeln. Bei Führungen durch die Schaukäserei schnuppern Besucher nicht nur würzige Luft, sondern erhalten auch Einblick in die prunkvollen Räume des Stiftes und die Glaswerkstätten, die sich der Bleiverglasungs- und Schmelzglastechnik verschrieben haben. Zu Genusswanderungen im Zeichen des Käses laden ein kürzerer und längerer Weg, beide starten beim Eingang zum Stift.

 

SalzburgerLand:

Die sieben thematischen Genusswege der Via Culinaria im Tennengau weisen Feinschmeckern den Weg zu mehr als 200 ausgewählten Kulinarik-Adressen. Wer Käse in allen Varianten probieren und erleben möchte, ist auf dem „Genussweg für Käsefreaks“ richtig – er führt auch zu fünf Genusspunkten in der Genuss Region Tennengauer Almkäse, wo seit Generationen in den Käsereien und Almen Bio-Heumilchkäse hergestellt wird.  Die geführte Wanderung mit einem fachkundigen Käsesommelier gibt Einblick in die Herstellung und Reifung der Spezialität.

Eine traditionelle Köstlichkeit,  der „Sauakas“, wartet im Großarltal darauf, verkostet zu werden: Die Sennleute bereiten dort nach alten Rezepten aus dem Fundus ihrer Vorfahren den für die Region typischen Sauerkäse, eine Variante des Graukäses, zu. Die Spezialität wird ohne die Beigabe von Lab oder anderen Gerinnungs- und Reifemitteln nur im Großarltal, dem „Tal der Almen“, aus der Voll- und Magermilch herstellt. Erhältlich ist der Käse direkt auf den zahlreichen bewirtschafteten Almhütten des Tales – etwa auf der Karseggalm, der mit rund 350 Jahren ältesten bewirtschafteten Hütte im Großarltal – sowie in den Hofläden und Feinkostabteilungen im regionalen Lebensmittelhandel.

 

Tirol

Dem saftigen Gras und Kräutern der umliegenden Almen im Sommer und dem duftenden Heu im Winter – garantiert frisch, unvergoren und ohne Zusätze – verdankt der Käse aus dem Tiroler Alpbachtal sein unverwechselbares Aroma. Das Naturprodukt verändert sich in Geschmack und Aussehen auch mit den Jahreszeiten: Im Winter, wenn die Kühe im Stall bleiben und Heu fressen, sind die Käsesorten heller. Im Sommer hingegen, wenn die Kühe auf den saftigen Almen grasen, färbt sich der Käse golden. Käse aller Art – von Bergkäse über Tilsiter, Emmentaler bis hin zum Bärlauchkäse und dem originellen, kompakten Rundlaib, dem „Alpbach-Taler“ reicht die Auswahl der Käserei Reith im Alpbachtal. Als besondere Spezialität für Figurbewusste ist der Bierkäse bekannt, der zarte Schnittkäse hat nur acht Prozent Fett und eignet sich besonders für die herzhaften „Kasspazln“.