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Museum Gugging

Der französische Künstler Jean Dubuffet prägte den Begriff „Art Brut“ für Kunst von Menschen, die abseits des klassischen Kunstbetriebs „rohe und unverfälschte“ Werke schaffen. Seit den 1970er Jahren gehören auch die Künstler aus Gugging zu den weltweit wesentlichen Exponenten der Art Brut.

Museum Gugging: Johann Hauser, Nackte Frau mit Hut, 1986 © Privatstiftung Künstler aus Gugging

Vor etwa 60 Jahren nahm die Geschichte der Art Brut in Gugging ihren Anfang, als der Psychiater Leo Navratil in der „Heil- und Pflegeanstalt Gugging“ begann, seine männlichen Patienten zeichnen zu lassen. Der als Teil eines Diagnoseverfahrens angelegte Test zeigte zu seiner Überraschung bei einigen Männern beeindruckende Ergebnisse und Navratil begann, seine künstlerisch begabten Patienten zu fördern.

Nachdem die Gugginger Künstler weltweit in über 250 Ausstellungen gezeigt worden waren, beschloss man, die Kunstwerke auch am Ort des Entstehens öffentlich zugänglich zu machen – so entstand das heutige Museum Gugging.

Das Museum beherbergt eine permanente Auswahl an faszinierenden Gemälden, Zeichnungen, Drucken und Objekten der Gugginger Künstlergruppe und bietet einen Überblick über das Schaffen von namhaften Vertretern der Art Brut aus den vergangenen Jahrzehnten.

In einem großzügigen Sonderausstellungsbereich werden wechselnde Ausstellungen nationaler und internationaler Art Brut Künstler sowie Kunst der Gegenwart gezeigt.

Die enorme stilistische Vielfalt der Werke und deren detailreiche Aufbereitung illustriert gleichzeitig die Pionierrolle, die Gugging als „Keimzelle“ in der Entwicklung und Erforschung der Art Brut einnimmt.

www.gugging.at