Bregenz

Viel Neues im Westen: Mit Mut zur Veränderung unterstreicht Vorarlbergs weltoffene Hauptstadt die Lage am internationalen Gewässer des Bodensees. So gesellt sich zu einem halben Jahrhundert Bregenzer Festspiele eine spannende Architektur-Offensive.

Bregenz am Bodensee © Dietmar Walser/Vorarlberg-Tourismus
Bregenz am Bodensee © Dietmar Walser/Vorarlberg-Tourismus
Vielleicht liegt es ja am Freiraum, den die Lage am Wasser seit jeher verspricht. Die offene Fläche des drittgrößten Sees Mitteleuropas breitet sich direkt vor Bregenz aus. Diese „offene“ Grenze des Bodensees ist Bregenz nicht schlecht bekommen: Seit 2000 Jahren wird hier Handel getrieben und ebenso lange haben Moden und Ideen aus allen Himmelsrichtungen für frischen Wind gesorgt. 

Eine offene Stadt ist so rund um den mittelalterlichen Stadtkern und das Wahrzeichen Martinsturm entstanden. Darauf verweist auch die jüngste Stärke der Vorarlberger Landeshauptstadt: moderne Baukunst. Denn still aber stetig ist Bregenz zu einem Fokus internationaler Architektur geworden. Architekten wie Hans Hollein, Jean Nouvel und Peter Zumthor haben ihre Spuren hinterlassen. Wichtiger als die großen Namen ist vielleicht aber der Kreis der „Vorarlberger Baukünstler“ selbst. Längst prägt deren Handschrift – viel Holz im schlichten Stil der Moderne – das gesamte Umland. Das verdeutlichen auch die Bregenzer Architektur-Spaziergänge: Kaum eine andere 28.000-Einwohner-Stadt versammelt so viel neue Baukunst auf so engem Raum.  

Doch es entstehen auch beeindruckende Kulissen für wenige Wochen. Die Bregenzer Seebühne ist die bekannteste darunter. Sogar James Bond hat sie als Filmkulisse entdeckt, wenngleich verspätet, wie Opernfreunde in aller Welt finden. Denn die Bregenzer Festspiele sind seit einem halben Jahrhundert ein Garant für erstklassigen Opern-Genuss. Dafür sorgen hochkarätige Regisseure, aber auch das „Hausorchester“, die Wiener Symphoniker. Die Diven und Dirigenten sind dabei in dichte kulturelle Bandbreite eingebettet: Das Tanzfestival „Bregenzer Frühling“, die Schubertiade, das nahe gelegene Feldkirch Festival, ja sogar das Pilosophicum Lech schlagen hier auch jenseits der Festivalzeit spannende Töne an. 

Schaut man vom 1.064 Meter hohen Pfänder auf den Bodensee hinab, so verdichtet sich aber auch die Kulisse einer grandiosen Natur. Von den Schweizer Bergen über den Bodensee bis hinüber zum Allgäu und den Gipfeln des Bregenzerwaldes reicht der Panoramablick. Ideal zum Biken, Paragleiten, Radfahren und für jede Art von Wassersport. Beschauliche Boots-Ausflüge zur mittelalterlichen Inselstadt Lindau und der Blumeninsel Mainau inklusive.

Weitere Informationen:
bregenz.ws
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