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Freilichtmuseum Schmiedleithen in OÖ

Zwei gekreuzte Sensen stehen im Freilichtmuseum Schmiedleithen bei Leonstein für die Bestimmung, dem das Gebäude-Ensemble einst gewidmet war: Bis 1967 war der große Hammer zur Sensen-Erzeugung im Einsatz.

Ausstellung Kanzlei © Freilichtmuseum Schmiedleithen

Die Besitzer der Eisenwerke, die Hammerherren oder "Schwarzen Grafen", führten das Regiment im Steyrtal. Die ehemalige „Schmiede an der Leithen“ war nachweislich seit 1603 in Betrieb. Die kleine Ansiedlung aus herrschaftlichen Häusern und Werksgebäuden zeugt von der blühenden handwerklichen Produktion unter der Familie Zeitlinger, die ab 1871 die Geschicke des Betriebes und seiner Mitarbeiter lenkte.

Etwa 20 Minuten zu Fuß sind es vom Schloss Leonstein bis zum Gärtnerhäusl der Schmiedleithen. Auf der anderen Seite des Weges steht das Helmhäusl, das der „Moa“, der Meier oder Verwalter, bewohnte. Hinter dem "Herrschaftsgarten" mit Brunnen und beheizbarem Glashaus für exotische Gewächse thront das "Neue Herrenhaus". Das langgezogene Haus neben der Straße ist das Mühlhäusl. Wirtschaftsgebäude und Ställe schließen sich an, ebenso wie das Schmuckstück der Anlage, das "Alte Herrenhaus" mit seinen wunderschönen Reliefs und seinem verträumten Innenhof. Rudolf Zeitlinger, der letzte "Schwarze Graf", residierte hier. Im Mittelpunkt des Sensenwerkes steht der "Hammer", wo der Stahl erhitzt und geschmiedet wurde. Im Schmiedehaus hatten die Sensenschmiede ihre Schlafstätten und in der Stube wurde gespeist. Bis zu 100 Menschen arbeiteten und lebten auch teilweise hier.

Während die meisten Gebäude bewohnt und daher nur von außen zu besichtigen sind, steht die "Kram" für Besucher offen: Hier, wo einst die Sensen versandfertig für ihre Reise in die ganze Welt gemacht wurden, ist heute eine Ausstellung über die Schwarzen Grafen der Schmiedleithen beheimatet.

Weitere Informationen:
www.schmiedleithen.at