Von Arnsdorf und Oberndorf nördlich der Stadt Salzburg trat 1818 das Weihnachtslied „Stille Nacht“ seinen Siegeszug um die ganze Welt an. Dem Text liegt ein Gedicht von Josef Mohr, Pfarrer in Oberndorf, zu Grunde. Die Melodie dazu komponierte Franz Xaver Gruber, der als Lehrer in Arnsdorf wirkte.
Das
Arnsdorfer Schulhaus, in dem Gruber nicht nur unterrichtete, sondern auch 21 Jahre lang wohnte, beherbergt noch immer eine Volksschule und ist das
älteste Schulhaus Österreichs, in dem noch unterrichtet wird. Während der Sommerferien wird Grubers Klassenzimmer, in dem sein Lehrerpult einen dauerhaften Ehrenplatz hat, wieder mit den alten Schulmöbeln, -protokollen und Lehrmitteln bestückt, sodass Besucher sich in die (Schul)Zeit von vor
rund 200 Jahren zurückversetzt fühlen.
Die
Wohnung im oberen Stockwerk, in der Gruber mit seiner Familie lebte, dient als
Museum, das dem Betrachter Einblick in „Gruber und seine Zeit“ gewährt. Gleichzeitig lässt sich in diesem Museum auch die Entstehung des weltberühmten Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ nachvollziehen.
Zeugnisse aus der Jugend
Josef Mohrs sind an vielen Orten der Stadt Salzburg zu finden – etwa am Makartplatz, wo Mohr das Priesterseminar besuchte. Das
„Stille-Nacht-Museum“ in Mariapfarr dokumentiert das Leben von Mohr und seiner Familie. Dort schrieb Mohr im Jahr 1816 das Gedicht zum Lied. In Wagrain, wo er seine letzten 21 Lebensjahre verbrachte, erinnert die Josef-Mohr-Gedächtnisorgel in der Pfarrkirche an das Wirken des sozialen Geistlichen.
An Stelle der ehemaligen
St. Nikolaus Kirche in Oberndorf, wo 1818 das Lied zum allerersten Mal erklang, wurde die Gruber-Mohr-Gedächtniskapelle errichtet.
Stille Nacht MuseumTourismusverband Hallein