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MuseumsQuartier

Wo 1713 ein imposantes Hofstallgebäude den Glanz der Monarchie verströmte, pulsiert heute das urbane Leben: Im MuseumsQuartier, einem Kulturviertel zwischen Barockarchitektur und Cyberspace, dominieren extravagante Sitzgelegenheiten den großzügigen architektonischen Raum zwischen den Museumsbauten.

Museumsquartier Wien
Hauptanziehungspunkte  sind dabei das Leopold Museum, im weißen Gebäude-Kubus, das Museum für Moderne Kunst (MUMOK), im schwarzen Kubus, und die Kunsthalle Wien in einem Barockenesemble.

Das Leopold Museum beherbergt über 5.000 Exponate des Wiener Sezessionsstils, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus, mit Herzblut gesammelt von Rudolf und Elisabeth Leopold. Sie haben die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts von Gustav Klimt über Oskar Kokoschka bis hin zu Albin Egger-Lienz zum Zentrum ihrer Leidenschaft und Basis der Dauerausstellung gemacht. Die weltweit größte Egon-Schiele-Kollektion ist nur einer der Höhepunkte. Daneben sorgen punktuelle Schwerpunktausstellungen für immer neue Besucherrekorde.

Direkt gegenüber setzt das mit dunklem Basalt verkleidete MUMOK Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in Szene: Moderne Kunstrichtungen wie Expressionismus (Richard Gerstl, Oskar Kokoschka, Karl Schmidt-Rottluff), Futurismus (Henri Laurens, Giacomo Balla), Dada & Surrealismus (Marcel Duchamp, Max Ernst, René Magritte) oder Pop Art (Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein) werden hier neben Werken von Pablo Picasso, Alberto Giacometti und Francis Bacon gezeigt. Auch der Wiener Aktionismus – Österreichs radikaler Beitrag zur internationalen Avantgarde – ist mit Arbeiten von Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler vertreten.

Gleich nebenan arbeitet die Kunsthalle Wien – ebenso wie ihre Mini-Dependance auf dem Wiener Karlsplatz – an der Verbindung zwischen der künstlerischen Moderne und den Zukunftsvisionen in der Kunst. Soll heißen: Fotografie, Video, Film, Installation und neue Medien werden gattungs- und grenzüberschreitend betrachtet und bewusst unprätentiös in Szene gesetzt, um den Werkstattcharakter für die Künstler sowie der Kunstbetrachtenden zu erhalten.

Daneben gibt es im MQ noch zahlreiche weitere Ausstellungsflächen, Produktionsstudios für neue Medien, das „Architekturzentrum“, Künstlerateliers für „Artists-in-Residence“ und herausragende Kultureinrichtungen für Kinder. 

Danach empfiehlt sich für die Verarbeitung der gesammelten Eindrücke eine Einkehr in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants – oder einfach eine angeregte Diskussion auf einem der Sitzmöbel namens „Enzis“.

www.mqw.at