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Tiroler Volkskunstmuseum

Alltagsgegenstand oder Museumsstück – wo ist die Grenze? Und ab wann wird aus einem „Erzeugnis tirolischen Hausfleisses“ ein Objekt, das geeignet ist, Kultur und Tradition für die Nachwelt zu dokumentieren?

Volkskunstmuseum Innsbruck © www.tiroler-volkskunstmuseum.at

Diese faszinierenden Fragen beantwortet das Tiroler Volkskunstmuseum im ehemaligen Innsbrucker Franziskanerkloster mit einem gelungenen Ausstellungskonzept:

Die Miniaturen des Evangeliums dokumentieren die Tiroler Krippenkunst vom Barock bis zur Gegenwart, in der Studiensammlung begibt man sich auf eine volkskundliche Entdeckungsreise durch die Bereiche Handwerk, Gewerbe und Hausindustrie und ein nach historischen Vorbildern rekonstruiertes Fotostudio entlarvt den romantischen Blick auf „Sein und Schein“ der Trachten.

Eine kulturhistorische Kostbarkeit stellen Stuben aus der Gotik, der Renaissance und dem Barock dar, die einst von Bauern, Bürgern und Adeligen aus Tirol und dem Trentino bewohnt waren. Weitere Ausstellungsbereiche haben Brauchtum, üppige Feiern und arbeitsreiche Zeiten, aber auch die Ängste und religiösen Vorstellungen der Menschen in der damaligen Zeit zum Thema.

Darüber hinaus führt eine multimediale Vorschau in das politische und religiöse Umfeld von Kaiser Maximilian ein und lässt sein berühmtes Grabmal in der Hofkirche verständlich werden.

Wohin man auch blickt: Das Tiroler Volkskunstmuseum schafft den gar nicht so einfach zu vollführenden Spagat zwischen szenischer Inszenierung und Wissenschaftlichkeit, der den Besucher wachen Auges und Geistes durch die Ausstellung wandern und die Sammlung an Kunsthandwerk und Kunstgewerbe in vollen Zügen genießen lässt. Kein Wunder also, dass es europaweit zu den schönsten seiner Art zählt.


www.tiroler-landesmuseen.at