
Diese faszinierenden Fragen stellt das renovierte und kuratorisch komplett entstaubte Tiroler Volkskunstmuseum im ehemaligen Innsbrucker Franziskanerkloster nicht nur sich selbst – sondern vor allem auch seinen Besuchern. Ein ambitioniertes wie gelungenes Ausstellungskonzept präsentiert die Bereiche "Miniaturen des Evangeliums" (Krippen), das "Pralle Jahr", das "Prekäre Leben", "Schein und Sein" (Trachten), die Studiensammlung und die Stuben. Darüber hinaus werden die BesucherInnen mit einer beeindruckenden Vorschau auf die Hofkirche "vorbereitet".
Hier füllen eigens angefertigte Hörspiele über zwanzig Bauernstuben aus Gotik, Renaissance und Barock mit Leben. Dort wird der Besucher durch ein rekonstruiertes Fotostudio aus der Zeit um 1900 zu alten Fotografien und Holzfigurinen mit historischen Trachten geleitet, die die Weiterentwicklung und Idealisierung der Bauerntracht im Laufe der Zeit belegen.
Wohin man auch blickt: Das Tiroler Volkskunstmuseum schafft den gar nicht so einfach zu vollführenden Spagat zwischen szenischer Inszenierung und Wissenschaftlichkeit, der den Besucher wachen Auges und Geistes durch die Ausstellung wandern und auch die klassisch präsentierte Sammlung an Kunsthandwerk und Kunstgewerbe in vollen Zügen genießen lässt. Kein Wunder also, dass es europaweit zu den schönsten seiner Art zählt.
www.tiroler-volkskunstmuseum.at

Zwar weiß ich viel, doch möchte ich alles wissen. Derart unbändiger Wissensdurst lässt sich in Innsbruck am besten in einem Stilaltbau aus der Florentiner Neurenaissance stillen: dem Tiroler Landesmuseum „Ferdinandeum“.
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Eine Auswahl bedeutender Events in Österreich!
