Schon als Kind trieb es Arnold Schönberg zur Musik. Mit neun Jahren brachte er sich selbst Geige bei und begann zu komponieren. Sein Vater starb früh, sodass Schönberg eine Lehre in einer Wiener Bank machen musste, um die Familie zu unterstützen. Als Jugendlicher konnte er meist nur als Zaungast von Freiluftkonzerten – etwa im Prater oder im Augarten – seiner Musikbegeisterung nachkommen.
Großteils autodidaktisch studierte er weiterhin Harmonielehre und Kompositionstechnik, lernte Cello und trat mit 19 Jahren einem Amateurorchester bei. Der Dirigent, Alexander von Zemlinsky, förderte Schönbergs Talent und erteilte ihm Kompositionsunterricht. Weiters verhalf er ihm zur Aufführung seines ersten Streichquartetts 1889 im Wiener Musikverein.
Der um drei Jahre ältere Zemlinsky (der den Adelstitel seinem Namen selbst zugefügt hatte), verschaffte Schönberg Arbeit als Dirigent und Chorleiter. Schönberg konnte seine Stelle in der Bank kündigen und heiratete Zemlinskys Schwester Mathilde, als diese bereits schwanger war.
Anfangs stand seine Musik in der Tradition der Spätromantik, doch bald nach der Jahrhundertwende wurden ihm die Möglichkeiten der tonalen (auf Tonleitern bezogene) Musik zu eng. Zur Befreiung davon entwickelte er eine Musiktheorie gleich berechtigter Töne, die er in seinen Kompositionen oft in mathematischer Strenge ausführte.
Bei Konzerten löste diese „atonale“ Musik empörte Proteste und Skandale aus. Während ein breiterer Publikumserfolg noch lange auf sich warten ließ, war Schönberg als Dozent in Wien und Berlin zunehmend einflussreich und veröffentlichte ein Buch über Kompositionslehre.
„Heute habe ich etwas entdeckt, das die Überlegenheit der deutschen Musik für die nächsten hundert Jahre versichern wird“, schrieb er im Sommer 1921 über seine Methode der „Dodekaphonie“ oder „Zwölftonmusik“. Dabei müssen in einer Komposition alle zwölf Noten erklingen, bevor sich eine davon wiederholen darf. Dafür wurde er berühmt und der Einfluss auf die Musikgeschichte war enorm.
Obwohl er die Methode kaum unterrichtete und nicht immer anwandte, griffen Schüler wie Anton Webern und Alban Berg die Idee begeistert auf und entwickelten sie weiter.
1933 musste Schönberg vor den Nazis weichen, ging in die USA, bekannte sich stärker zu seinen jüdischen Wurzeln und schrieb sich fortan Schoenberg.
Arnold Schönberg Center

Geb.: 31. Januar 1797 am Himmelpfortgrund, heute ein Teil Wiens
Gest.: 19. November 1828 in Wien
"Ich bin für nichts als das Komponieren auf die Welt gekommen."
