
Im Mittelpunkt der Prozessionen in weststeirischen Murau und im salzburgerischen Lungau steht eine rund acht Meter hohe Männergestalt aus Holz mit langen schwarzen Haaren, deren 85 Kilogramm auf den Schultern eines einzigen Trägers ruhen. Trotz des großen Gewichts vollbringt er bei seinem Gang durch die Stadt vor jedem Gasthof ein Tänzchen, während eine Musikkapelle für den musikalischen Rahmen sorgt.
Dieser Samson soll an einen alttestamentarischen Richter erinnern und steht symbolisch für den Kampf der Juden gegen die Philister. Der Umzug hat sich aus der spätmittelalterlichen Fronleichnamsprozession entwickelt, als es üblich war, zur Verehrung Gottes auf prächtigen Schauwagen Darstellungen aus der Bibel und Holzfiguren mitzuführen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Prunk zu Fronleichnam verboten. Stattdessen finden die seit jeher populären Prozessionen vor oder nach dem kirchlichen Feiertag statt.
Die Organisation der Umzüge liegt meist in den Händen einer Samsongruppe, der Bürgergarde oder einer Schützenorganisation. Mittlerweile gilt der Samsonumzug auch als touristische Attraktion.
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Das Wissen um Heilpflanzen und ihre Wirkung bei Erkrankungen geben die Pinzgauer Bauern von einer Generation an die nächste weiter – bis vor wenigen Jahren mündlich nach dem „Meister-Schüler-Prinzip“.
SalzburgerLand: Heilwissen aus dem Pinzgau