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Franz Schubert

Geb.: 31. Januar 1797 am Himmelpfortgrund, heute ein Teil Wiens
Gest.: 19. November 1828 in Wien

"Ich bin für nichts als das Komponieren auf die Welt gekommen."

Franz Schubert © Österreich Werbung/Trumler
Franz Schubert, Foto: Österreich Werbung/Trumler

Heute mag das Geburtshaus von Franz Schubert idyllisch aussehen: Es hat nur ein Obergeschoß, die hinteren Flügel umfassen einen kleinen Hof, offene Galerien führen zu den Zimmern. Einst war das Haus jedoch mit sechzehn Parteien belegt, ganze Familien lebten unter drückend engen Verhältnissen in Kleinstwohnungen mit nur einem Zimmer. Schuberts Vater war Lehrer, auch das Klassenzimmer befand sich im Haus.

Franz wurde in der Küche geboren, als dreizehntes von sechzehn Kindern. Nur vier seiner Geschwister überlebten das Säuglingsalter. Vater Schubert brachte seinen Kindern Instrumente bei und spielte mit den Söhnen Streichquartett. Alles über Musik lernte Schubert gierig und enthusiastisch und von Kindheit an trieb es das Ausnahmetalent zum Komponieren, in einer unfassbaren Flut an Inspirationen. Obwohl wenig Geld vorhanden war, wurde er gefördert und bekam nicht zuletzt von Antonio Salieri Unterricht, der beeindruckt über ihn sagte: "Er muss von Gott selbst unterrichtet werden.“

Mit sechzehn macht Schubert eine Kurzausbildung zum Schulgehilfen, unmotiviert und mit „mäßigem Erfolg“. Widerwillig arbeitet er danach in der Schule seines Vaters. Bereits in dieser Zeit hat sein Tagesablauf fixe Stunden, in denen er voll Disziplin und Eifer komponiert – so konzentriert, dass er kaum ansprechbar ist. Allein in seinen zwei Jahren als Lehrer schreibt er rund 250 Lieder und vier Sinfonien – ohne Auftrag oder Bezahlung. Angeblich schlief er sogar mit Brille, um auch nachts jede Idee notieren zu können.

Er verliert seinen Lehrerposten im Streit mit dem Vater und lebt fortan bei Freunden, Förderern und zuletzt bei seinem Bruder. Nur selten hat er bezahlte Arbeit, die längste Zeit besitzt er nicht einmal ein eigenes Klavier. Bewerbungen bleiben erfolglos, lange findet sich kein Verleger für sein rasant wachsendes Werk. Die Musik, die er trotz seiner Lebenskrisen unermüdlich schreibt, bleibt über Jahre einer eher kleinen Gruppe begeisterter Freunde vorenthalten, die unter anderem zu seinen berauschenden Hauskonzerten kommen, die man als Schubertiaden kennt.

Als sein großer Durchbruch sich endlich abzeichnet, seine Musik gedruckt und verbreitet wird und er ein erstes auch finanziell erfolgreiches Konzert gibt, leidet er längst an Syphilis und der schwer belastenden Quecksilberbehandlung. Mit 31 stirbt er – wahrscheinlich an Typhus – und hinterlässt die unglaubliche Menge von rund tausend Kompositionen.

Schubert Geburtshaus
Schubert Sterbewohnung
Schubertiade
Schubert Gesellschaft 

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