Ingeborg Bachmanns Sprache ist gewagt und gewaltig, fantasievoll und brillant, beleuchtet menschliche Empfindungen sowie gesellschaftliche Abgründe und seziert feinsinnig die Verwicklungen zwischen Frauen und Männern.
Bachmann wurde in Kärnten geboren und studierte nach dem Krieg Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften. Schon während des Studiums, mit 21 Jahren, veröffentlicht sie erste Erzählungen und Gedichte. Nach ihrer Promotion gilt sie bald als die bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin und Schriftstellerin der Nachkriegsliteratur.
1953 übersiedelt sie nach Italien und lebt zunächst in einer Künstlerkolonie auf der Insel Ischia, später in Neapel und Rom. Sie ist mit bedeutenden Komponisten, bildenden Künstlern, Literaten und Philosophen befreundet. Mit einigen von ihnen hat sie Liebesbeziehungen, etwa mit Jacob Taubes oder Paul Celan.
Neben Lyrik und Prosa veröffentlicht sie Libretti und Hörspiele, fertigt Übersetzungen an und schreibt Essays. Trotz ihres Erfolges und obwohl sie bedeutende Preise gewinnt, geht sie Ende 1957 aus Geldnot nach München, um für den Bayerischen Rundfunk als Dramaturgin zu arbeiten. Im Jahr darauf wird sie die Geliebte von Max Frisch und zieht zu ihm nach Zürich. Die Beziehung verläuft konfliktreich und nach der endgültigen Trennung 1962 muss Bachmann sich wegen Sucht- und Seelenproblemen mehrfach in Krankenhäuser einweisen lassen.
1963 nimmt sie die Einladung der Ford-Foundation zu einem einjährigen Schreibaufenthalt in Berlin an und kehrt anschließend nach Rom zurück. In dieser Zeit veröffentlicht Bachmann nur noch sporadisch Gedichte.
Sie ist alkoholkrank und abhängig von Tabletten. In der Nacht zum 26. September 1973 fängt ihre Wohnung durch eine brennende Zigarette Feuer. Bachmann wird dabei schwer verletzt und stirbt drei Wochen an den Folgen der Verbrennungen mit nur 47 Jahren. Bachmann wurde auf dem Friedhof in Klagenfurt-Annabichl begraben.
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„Meine ganze Seele hängt an dieser Gegend“, so beschrieb Adalbert Stifter einst sein Verhältnis zu seiner Heimat, dem Böhmerwald. Und Stifters Seele lebt noch heute in der Region weiter.
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