
Noch vor einigen Jahrzehnten hielt sich jede Familie einen Vorrat an Harzen, vor allem von Fichten, Tannen und Lärchen, aus denen die sogenannte „Pechsalbe“ hergestellt wurde, die als Wundheil- und Zugsalbe zum Einsatz kommt. Im Salzburger Saalachtal schwört man speziell auf das „Faulpech“, ein knetbares Harz.
Aus den dunkelgelben Blüten der Arnika entsteht eine Tinktur, die in der bäuerlichen Hausapotheke ihren fixen Platz hat. Arnika-Tinktur hilft bei Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Insektenstichen, blauen Flecken und rheumatischen Beschwerden, sei es als Einreibung oder als Umschlag. Johanniskrautöl, wie es auf den Höfen im Pinzgau oft hergestellt wird, hellt die Stimmung auf, beruhigt die Nerven, wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend.
Die Bewahrung des alten regionalen Heilwissens hat sich der Saalachtaler Verein „Traditionelle Europäische Heilkunde“ (TEH) zur Aufgabe gemacht. Ihm ist die erste schriftliche Dokumentation des traditierten Heilwissens zu verdanken. Die Vereinsmitglieder engagieren sich auch in der Aus- und Weiterbildung, bieten ihre nach alten Rezepturen gemixten Salben und Tinkturen über einen Online-Shop zum Verkauf an und entwickeln touristische Angebote zum Thema Kräuter.
www.teh.at

Im burgenländischen Steinberg-Dörfl steht eine der letzten Werkstätten Europas, die eine ganz spezielle Handarbeitstradition pflegt: den Blaudruck.
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