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Most - Durstlöscher für Genießer

Most heißt der vergorene Obstsaft, nach dem in Niederösterreich eine ganze Region benannt ist – das Mostviertel. Einst ein eher rustikales Getränk, haben ambitionierte Erzeuger den Most längst auch für Feinschmecker interessant gemacht.

Mostbauer mit einem Krug Most und Speck

Wissenswertes zum Most
Was ist es überhaupt, das Kultgetränk Most, und wie schmeckt es? Allgemein versteht man darunter einen Obstwein aus vergorenem Apfel- oder Birnensaft. Im Mostviertel wird der Most aus Birnen hergestellt, was ihm ganz spezielle Geschmacksaromen verleiht: von mild bis herb variieren die Nuancen. Am besten ist der Most in der Regel dann, wenn er leicht, aber nicht zu säuerlich schmeckt. So lässt er sich sowohl pur als auch mit Mineralwasser verdünnt wunderbar genießen. Er ist natürlich, erfrischend und stellt aufgrund seines relativ geringen Alkoholgehalts von 4 bis 8 Prozent eine gute Alternative zum deutlich schwereren Wein dar. Und gesund ist er obendrein: reich an Vitamin C, Kalium, Calzium und Magnesium.

Moststraße
Wie aber kann der Österreich-Besucher herausfinden, welcher Most am besten zu ihm passt – Speckbirne oder Pichlbirne, Dorschbirne oder Stieglbirne, Knollbirne oder Rosenhofbirne? Da gibt es nur eine Methode: probieren, probieren und noch einmal probieren. Am besten nimmt man dazu die rund 200 Kilometer lange Moststraße, die quer durch das Land der Mostbirne führt. Ohne Hast schlängelt sie sich durch das hügelige Land, das durch seine Natur bezaubert und wie ein einziger, riesiger Garten wirkt. Der Weg führt von Mostbauern in typischen Vierkant-Bauernhöfen, die einem gern etwas über die Erzeugung ihres Getränks erzählen und ihre Produkte auch ab Hof anbieten, zu Heurigen und Wirtshäusern, wo sich Genuss und Gemütlichkeit erleben lassen. Apropos Gemütlichkeit: Beim ersten Schluck Most wünscht man seinem Gegenüber nach der Mostviertler Etikette "G’sundheit!", worauf dieser erwidert: "Sollst leben!" Und zwar sehr gut, versteht sich.