
Durch die Nähe zum steirischen Erzberg, dem Holzreichtum der Wälder und der natürlichen Wasserkraft, entwickelte sich Ybbsitz zu einem lokalen Zentrum der Eisenverarbeitung, die im 16. Jahrhundert ihre Hochblüte erlebte und heute noch lebendig ist.
Manche Schmiededynastien, die früher in Anspielung auf ihr Handwerk und ihren beachtlichen Wohlstand gerne als „Schwarze Grafen“ bezeichnet wurden, können auf eine über 200 Jahre lange Familientradition verweisen. Die „Welser Schmiede“ etwa befindet sich bereits in der 15. Generation im Besitz derselben Familie. Neben der Weitergabe des Handwerks in der Familie haben es sich die Ybbsitzer zur Aufgabe gemacht, ihre alte Kunst auch außerhalb der familiären Betriebe jungen Menschen zu vermitteln. An der Hauptschule Ybbsitz gibt es spezielle Kurse, in denen Schüler die Grundtechniken des Schmiedens erlernen können. Ebenso wird bei der Metallerlehre in den ortsansässigen Betrieben darauf geachtet, dass das Schmieden einen wichtigen Teil in der Ausbildung der Lehrlinge einnimmt. Daneben existiert eine Schmiedeakademie mit dem Hauptaugenmerk auf künstlerische Gestaltung.
Im FeRRUM – welt des eisens können sich Besucher ein Bild von der jahrhundertealten Geschichte des Eisens machen. Dieses Museum ist Teil der „Schmiedemeile“, die durch den Ort und seine Umgebung führt und anhand von acht Schaupunkten, wie beispielsweise einem Hammerwerk, von der Tradition der Schmiedekunst in Ybbsitz erzählt.
www.ybbsitz.at

Im burgenländischen Steinberg-Dörfl steht eine der letzten Werkstätten Europas, die eine ganz spezielle Handarbeitstradition pflegt: den Blaudruck.
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