„Ich glaub, er hat’s vom lieben Gott“, sagte der Salzburger Geigenlehrer und Komponist Leopold Mozart über seinen auffallend begabten Sohn Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus, den er selbst im Klavier- und Violinspiel unterrichtete und das Komponieren beibrachte. Der Knabe war kaum sieben Jahre alt, als sein Vater begann, „Wolferl“ und dessen fünf Jahre ältere Schwester „Nannerl“ als Wunderkinder zu präsentieren.
Mozart besuchte nie eine Schule, seine Kindheit bestand überwiegend aus langen, anstrengenden und sehr erfolgreichen Konzertreisen durch halb Europa, wobei er viele musikalische Einflüsse aufsaugte.
Als Untertan des Fürsterzbischofs von Salzburg macht Mozart eine stattliche Karriere, wird schon mit 13 Jahren Kapellmeister (zunächst ohne Bezahlung), später Hoforganist, er komponiert, konzertiert und dirigiert ausgiebig. Doch Salzburg und die Zwänge des höfischen Dienstes werden für ihn immer unerträglicher. Besonders auf seinen ausgedehnten Reisen bemüht er sich intensiv um Aufträge und um eine andere Anstellung. Auf einer anstrengenden Reise nach Paris, die er mit seiner Mutter unternimmt, stirbt diese.
Mit 25 Jahren kommt er 1781 von Salzburg los, etabliert sich als freischaffender Komponist in Wien und heiratet gegen den Willen seines Vaters. Mozart ist seinerzeit der einzige Komponist, der in sämtlichen bekannten Gattungen Werke schreibt. Obwohl vordergründig oft leicht und eingängig, ist seine Musik für die Zeit sehr komplex, vielschichtig und unendlich inspiriert. Das damalige Publikum ist fallweise überfordert, manche Mozartoper wurde nach wenigen Vorstellungen vom Spielplan genommen. Sein Freund Joseph Haydn hingegen schreibt, Mozart sei „der größte Komponist, den ich von Person und dem Namen nach kenne.“
Als Komponist, Lehrer und durch seine Auftritte verdiente Mozart ausgesprochen gut, doch sein verschwenderischer Lebensstil brachte ihn ständig in Geldsorgen. Er leistete sich teure Wohnungen mit viel Personal, eine eigene Kutsche, enorm teure Kleidung und spielte wahrscheinlich um hohe Summen Billard und Karten.
Woran er nach kurzer Krankheit starb, noch bevor er 36 wurde, konnte nie zweifelsfrei geklärt werden. Er selbst glaubte, man hätte ihn vergiftet.
Sehenswürdigkeiten in Salzburg:
Im Geburtshaus Wolfgang Amadeus Mozarts in Salzburg richtete die einstige Internationale Mozart-Stiftung (die von 1870 bis 1879 existierte) ein Museum ein.
Ein weiteres Mozart-Museum befindet sich in Mozarts späterem Wohnhaus am Makartplatz, dem sog. Tanzmeisterhaus.
In Salzburg hat die Internationale Stiftung Mozarteum ihren Sitz. Sie wurde 1880 von Salzburger Bürgern gegründet und ist aus dem 1841 entstandenen Dommusikverein und Mozarteum hervorgegangen. Die Autographensammlung der Stiftung enthält rund 190 Originalbriefe Mozarts. Die Bibliotheca Mozartiana ist mit rund 35.000 Titeln die umfangreichste einschlägige Bibliothek der Welt. Die Stiftung besitzt zudem reiches Bildmaterial, darunter mehrere authentische Mozart-Porträts.
Alljährlich im Januar veranstaltet die Stiftung seit 1956 die „Mozartwoche“, bei der renommierte Orchester (etwa die Wiener Philharmoniker oder das Mahler Chamber Orchestra) und Interpreten (Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti u. a.) Mozarts Werke aufführen.
Sehenswürdigkeiten in Wien:

Geb.: 13. September 1874 in Wien
Gest.:13. Juli 1951 in Los Angeles
„In der Kunst sollte es keine Aufgeregtheit geben. Wahre Kunst ist kalt.“
