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Kunst aus Ton im Burgenland

Es ist der Boden, der den Ton macht: In Stoob im Burgenland ist er genau richtig, um die Töpferei und das Hafnergewerbe seit dem Mittelalter blühen zu lassen.

Töpferei Stoob © Burgenland Tourismus/Lunardier
Die Gemeinde führt ihn im Wappen und am Ortseingang begrüßt er überlebensgroß die Ankommenden: Der Plutzer von Stoob – bauchig, mit schmalem Hals und Henkel. Ein Tongefäß, das lange vor dem Einsatz von Glas über Jahrhunderte zum Wassertransport und als Trinkflasche auf dem Feld und bei der Arbeit diente. Da das unglasierte Gebinde nicht ganz dicht ist, verdunstet immer ein wenig Flüssigkeit in seiner Wand und hält dadurch das eingefüllte Getränk kühl. So gesehen, ist der Plutzer eine erfrischende Thermosflasche. Obwohl von Süddeutschland bis Rumänien in Verwendung und von anderen Werkstätten auch hergestellt, wurde dieser speziell gebrannte Tonkrug mit dem fröhlich-weißen Band-Dekor international zum Wahrzeichen von Stoob und brachte sogar die Fachschule für Keramik und Ofenbau, die einzige Handwerksschule dieser Art in Österreich, hierher.

Heute ist Keramik aus Stoob an ihrer Qualität und Vielfalt zu erkennen; originell und kreativ wird alles getöpfert, modelliert, gegossen und gebrannt, was mit Ton zu machen ist. Von der Fensterbank über den Blumentopf bis zu heimeligen Ofenkacheln reicht das Repertoire.

Wer gerne ein Stück von dieser hohen Handwerkskompetenz in Stoob erleben möchte, kann bei der Familie Thumberger an Keramikkursen teilnehmen, über den Töpfermarkt schlendern oder im Töpfermuseum der Kunstfertigkeit der Hafner – so heißt das Gewerbe – von der Ton-Gewinnung bis hin zu den klassischen und kreativen Erzeugnissen nachspüren. Höhepunkt ist der alte Brennofen mit seinem aus Töpfen gewölbten Brennraum.

LINKTIPPS:

Töpfermuseum Stoob