Wenn sich frühmorgens der Tau lange auf den saftigen Almgräsern hält, ist das ein untrügliches Zeichen, dass es Herbst wird. Für die Kühe bedeutet das: einmal noch hübsch machen und runter ins Tal. Überall in Österreich wird das Vieh zum Almabtrieb prächtig geschmückt und kehrt in einem farbenfrohen Spektakel heim in die Ställe.
AlmabtriebDen Sommer haben die Kühe - aber auch oft Schafe, Ziegen und Pferde - gemeinsam mit Sennern und Hirten auf der Alm verbracht. Zum Dank für eine gute Saison ohne Unfälle wird traditionell das bunte Fest des Almabtriebs begangen. Die Tiere tragen kunstvolle Kränze und Kronen aus Zweigen, Blüten und Bändern. Kreuze und Heiligenbilder sind zum Schutz vom Himmel, Spiegel und Glocken zur Abwehr der bösen Geister eingeflochten.
2000 Hufe auf dem HeimwegBeim Almabtrieb marschiert die sogenannte "Kranzkuh", mit besonders prächtigem Kopfschmuck versehen, allen voran. Kühe und Jahrlinge folgen, und am Schluss des Zuges drängeln sich die Kälber.
Im Tal angekommen, werden die Kühe und vor allem ihre Begleiter kräftig gefeiert: Mit Musik und Rahmenprogramm sowie mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region wird der Empfang der Tiere zelebriert; heimische Bauern und Bäuerinnen geben Einblick in das arbeitsreiche Leben in den Bergen. Da kommt es nicht selten vor, dass das Almfest erst spät in der Nacht seinen Ausklang findet.
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