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Ausflugstipps für Schlechtwetter

Auch wenn die Sonne einmal Pause macht, sind dem Unternehmungsgeist in Österreich keine Grenzen gesetzt. Ein Besuch im Museum, im Bergstollen oder in den Gemäuern alter Burgen bietet eine spannende Alternative und bei einer Regenwanderung entdeckt man die Natur von einer neuen Seite.

Regenwandern in Vorarlberg © Foto: LudwigBerchtold/Archiv Vorarlberg Tourismus

Niederösterreich: Funkelnde Schätze in der Amethyst Welt Maissau

Entlang einer Ader violetter Edelsteine wandern Besucher im Stollen der Amethyst Welt Maissau, wo sich die weltweit größte zugängliche Amethystader befindet. Dem kristallklaren Mineral, das in unterschiedlichen Facetten der Farbe Violett erstrahlt, werden reinigende, inspirierende und Erkenntnis bringende Eigenschaften zugesprochen. Als Schmuckstein für elegante Ohrringe oder Ketten ist der Edelstein in aller Welt gefragt.

Auf dem Weg zum Stollen in Maissau erfahren Besucher in einer Multimediashow mehr über die Bedeutung des Amethysts in der Geschichte. Schautafeln im Stollen dokumentieren die Zeitalter der Erde sowie die Entstehung des Amethyst-Vorkommens. In Vitrinen sind die interessantesten Grabungsfunde aus Maissau und Amethyste aus aller Welt zu sehen, auch Kostbarkeiten wie der Nachbau der Kaiserkrone mit echten Edelsteinen lassen sich bestaunen.


Oberösterreich: im Lokpark Ampflwang

In die nostalgische Welt der Eisenbahn tauchen Besucher im Lokpark Ampflwang ein. Das oberösterreichische Eisenbahn- und Bergbaumuseum gewährt in einer umfassende Schau mit Original-Maschinen und Modellbahnen Einblicke in die Entwicklung der Eisenbahn, die Entstehung des Montanwesens in Österreich und die Bedeutung des Bahnverkehrs bei der Erschließung der Kohlereviere.

Herzstück der Schau ist die Fahrzeugsammlung im großen Ringlokschuppen: Die mächtigen Dampflokomotiven haben teilweise bis zu 3.000 PS und könnten mit bis zu 130 km/h noch heute über die Gleise rattern. Anhand der alten Dampf- und Elektrofahrzeuge sowie Personen- und Güterwaggons aus verschiedenen Epochen kann man sich ein Bild von Logistik und Reisen anno dazumal machen. Kinder finden gleich nebenan einen großen Abenteuerspielplatz, wo sie die aufregende Eisenbahn- und Bergbauwelt spielerisch erforschen.

Zum Abschluss nehmen die Besucher in einem Waggon des Nostalgiezugs Platz und machen eine Rundfahrt auf der Museumsbahnstrecke von Ampflwang bis Timelkam.

Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte


SalzburgerLand: Ausflug ins Mittelalter im Lungau

Drei mächtige Burgen laden in der Ferienregion Lungau im SalzburgerLand dazu ein, in die sagenumwobene Geschichte der Region einzutauchen. Die Burg Mauterndorf vermittelt noch heute die Mystik des Mittelaltes: Wo die Händler einst ihre Beutel öffneten und Maut bezahlten, machen nachgestellte Szenen und interaktive Stationen den Alltag der Menschen zur damaligen Zeit erlebbar.

Die Burg Finstergrün hoch über dem Ort Ramingstein soll einst dem Fluch einer um Almosen bittenden Witwe erlegen sein, die an der Burgpforte abgewiesen wurde – in Folge sollen alle Gold- und Silber-, Eisen- und Bleiadern der Region erloschen sein, was den Niedergang des Bergbaus bewirkte. Bei einer Führung erfahren die Besucher auch spannende Hintergründe über das Leben und Wirken der Familie Szàpàry, die aus den Fundamenten der alten Grenzfestung eine „Familienburg“ nach dem Vorbild der Burgen aus dem 13. Jahrhundert entstehen ließ.

Ein düsteres Kapitel in der Geschichte des Lungaus erkunden Besucher im Schloss Moosham. Das uralte Ritterschloss war als einstiger Sitz des Pflegegerichts Schauplatz einer wechselvollen Geschichte, die vom Dreißigjährigen Krieg über die Bauernaufstände bis hin zu grausamen Hexenprozessen geprägt war. Erzählungen zufolge sollen die Geister der Opfer noch heute auf dem Schloss ihr Unwesen treiben. Was es mit dem Zauberer Joggl und der Staudinger Hexe -  das angeblich letzte Opfer der Hexenverfolgung - auf sich hat, verrät die Ausstellung im Museum.


SalzburgerLand: Im Inneren des Kitzsteinhorns

Tief im Inneren des Kitzsteinhorns, in der Gipfelwelt 3000, lässt sich die majestätische Bergwelt bei jedem Wetter genießen und die Natur im  Nationalpark Hohe Tauern, erforschen. Vom Alpincenter aus schweben die Besucher mit der Gipfelbahn auf die Bergstation, wo die Panorama-Plattform zu einem grandiosen Ausblick über den Gletscher lädt.

In der „Nationalpark Gallery“ wandern die Besucher in einem 360 Meter langen Stollen von der Gipfelstation bis zu einer weiteren Panorama-Plattform an der Südflanke des Kitzsteinhorns. In den begehbaren Gewölben des mystisch beleuchteten Stollens informieren spannende Stationen über Tauernkristalle, die Entstehung der Alpen und den Permafrost. Am Ende des Gangs wartet die Panorama-Plattform „Top of Salzburg“. Dort nehmen Gäste imposante Gipfel – von der Zugspitze über den Wilden Kaiser und den Watzmann bis zum Großvenediger – ins Visier. Weiter geht´s ins „Cinema 3.000“ zum Naturerlebnis im Breitbildformat: Ein zehnminütiger Naturfilm entführt den Zuschauer in die magische Welt der Hohen Tauern.


Vorarlberg: Regenwandern in der Alpenregion Bludenz

Spezielle Regenwanderungen in der Alpenregion Bludenz– ob geführt oder auf eigene Faust unternommen – sind in der Broschüre „Wanderzeit“ mit einem Regenschirm gekennzeichnet und genau beschrieben. Die Auswahl reicht vom Stadtrundgang in Bludenz, über Wanderungen zu den Wasserfällen im Brandnertal und Klostertal, die auch bei Regen einen reizvollen Anblick bieten, bis hin zu den Wanderungen auf die Almen, wo zur Belohnung eine zünftige Alpjause wartet.


Wien: Streifzug durch die Kunstkammer

Die Kunstkammer Wien im Kunsthistorischen Museum umfasst rund 2.100 Objekte, zusammengetragen von den Habsburgern. Die sogenannten „Kunst- und Wunderkammern“ entstanden in der Zeit der Renaissance und des Barock als enzyklopädische Universalsammlungen, die das gesamte Wissen der Zeit erfassen sollten. Vor allem das Seltene, Kuriose und Außergewöhnliche galt als würdig, in den Fundus aufgenommen zu werden.

Neben Benvenuto Cellinis kostbarem Salzfass, der Saliera, die Mitte des 16. Jahrhunderts entstand, lassen sich Goldschmiedearbeiten wie beispielsweise das Frühstücksservice Maria Theresias, eine Drachenschale aus Lapislazuli-Stein sowie zahlreiche weitere Kunstgegenstände, die seit dem Mittelalter gresammelt wurden, bestaunen – darunter Schnitzereien, Uhren, Gemälde, Skulpturen, Münzen, Waffen, zahlreiche Kuriositäten aus der Natur oder Trinkspiele.

Museen in Österreich


Kärnten: Indoor-Klettern im Rosental

Wenn im Rosental schlechtes Wetter die Bewegung in den Bergen vereitelt, haben kletterfreudige Sportler die Wahl: Zum gemütlichen Bouldern geht´s in der BoulderGarage in St. Johann/Šentjanž. Bei dieser Variante des Kletterns durchsteigt man niedrige Wände auf Absprunghöhe von ca. drei Metern. Auf 250 Quadratmetern warten Kurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, dank des geöffneten Garagentors genießen die Besucher Freiluft-Stimmung und bleiben trotzdem trocken. Wer seine Balance üben möchte, spannt die „Slackline“ auf und balanciert auf dem Schlauchband.

Kletterer, die höher hinaus wollen, zieht es in die Kletterhalle im Wahaha Paradise in Feistritz, wo sie Griff für Griff die Routen auf einer 14 Meter hohen und insgesamt 400 Quadratmeter großen Kletterwand bezwingen. Anfänger machen unter fachkundiger Anleitung ihre ersten Klettererfahrungen. Und wer keine Ausrüstung hat, leiht sich einfach vor Ort das komplette Equipment – vom Gurt bis zum Kalk – aus.


Tirol: dem Steinöl auf der Spur am Achensee

Tiroler Steinöl, gewonnen aus Ölschiefer in der Region um den Achensee, hat eine pflegende Wirkung. Seit 1902 wird dem Gestein aus den Bergen über dem Achensee die wertvolle Flüssigkeit entzogen und daraus Pflegeprodukte hergestellt.

Im Vitalberg Besucherzentrum in Pertisau haben Besucher Gelegenheit, das alte Steinölbergwerk zu besichtigen. Im Martinsstollen besichtigt man einen 8.000 Jahre alten Steinschlägel oder Fossilien, die Bergleute beim Abbau des Steinölschiefers gefunden haben und die heute wie Kunstwerke anmuten. Eine Ausstellung dokumentiert die 110-jährige Geschichte der Tiroler Steinölbrenner eindrucksvoll.


Schauhöhlen und Schaubergwerke
Ein lohnendes Ausflugszziel bei jedem Wetter sind die zahlreichen Schauhöhlen und Schaubergwerke mit ihren bizarren Tropfsteinformationen, unterirdischen Seen und schimmernden Objekten aus Eis.