Navigation Inhalt Wählen Sie Ihr Thema:
close
Please choose your country:
Or choose your language:

Bergsteigerdörfer in Österreich

Darf‘s ein bisschen weniger sein? In den österreichischen Bergsteigerdörfern heißt die Antwort „ja“. Denn hier setzt man nicht auf immer größere Skigebiete, schnellere Liftverbindungen und luxuriösere Hotels, sondern auf sanften Natur-Tourismus, alte Traditionen und die hohe Kunst der Entschleunigung.

Mödlinger Hütte bei Johnsbach im Gesäuse © Österreich Werbung/Jezierzanski

Während andere Orte mit alpiner Action und immer neuen Superlativen werben, besinnen sich die Bergsteigerdörfer auf ihre Geschichte, auf ihre unverbaute Natur sowie auf das Höchstmaß an Ruhe und Erholung, das sie für ihre Besucher bereit halten. Und sie sind damit äußerst erfolgreich.

Gegründet wurde die Vereinigung der Bergsteigerdörfer auf Initiative des Österreichischen Alpenvereins. Sie garantieren ein professionelles Tourismusangebot für Bergsteiger, weisen eine exzellente Landschafts- und Umweltqualität auf und setzen sich für die Bewahrung der örtlichen Kultur- und Naturwerte ein. Wer dabei sein will, muss hohe Auflagen erfüllen: So darf ein Bergsteigerdorf z.B. nicht mehr als 2.500 Einwohner zählen und zwischen dem höchsten Gipfelkreuz und dem niedrigsten Punkt des Ortes sollten mindestens 1.200 erwanderbare Höhenmeter liegen. Außerdem müssen die Bergsteigerdörfer „technik- und hochleistungsverkehrfreie Erholungszonen“ bieten – und das bedeutet: ein kleiner Sessellift ist zwar durchaus erlaubt, die große Gondelbahn mit angeschlossenem Liftnetz hoch oben in den Bergen oder die direkte Autobahnanbindung sind es allerdings nicht. Zusätzlich hat man sich in den Bergsteigerdörfern verpflichtet, die kleinbäuerliche Wirtschaft und die regionale Handwerkertradition zu fördern.

Natürlich wird auch in den Bergsteigerdörfern viel Wert auf die Unterhaltung und Betreuung der Gäste gelegt: Kulturveranstaltungen gehören ebenso zum Standardprogramm wie Kurse für angehende Bergsteiger und Kletterer, geführte Wanderungen oder Touren mit Hüttenübernachtungen. Angebot und Auswahl sind also groß – aber eben etwas sanfter und leiser, als man es aus anderen Urlaubergemeinden gewöhnt sein mag ….

Derzeit erfüllen folgende Orte und Regionen die strengen Aufnahmekriterien: Ginzling, Großes Walsertal, Grünau im Almtal, Hüttschlag im Großarltal, Johnsbach im Gesäuse,  Lesachtal, Lunz am See, Mallnitz, Malta,  Mauthen, Reichenau an der Rax, Sellraintal, Steinbach am Attersee, Steirische Krakau, St. Jodok, Schmirn- und Valsertal, Tiroler Gailtal, Vent im Ötztal, Villgratental, Weißbach bei Lofer und Zell-Sele.

Weitere Informationen:
www.bergsteigerdoerfer.at