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Oberösterreich: Dachstein-Höhlen

So gewaltig das Äußere des Dachstein-Massivs, so imposant ist auch dessen Innenleben. Die Rieseneishöhle, die Mammuthöhle und die Koppenbrüllerhöhle bieten ein faszinierendes Naturerlebnis.

Rieseneishöhle © Gregor Semrad
Von Obertraun am Hallstättersee führen die Dachstein-Welterbe-Seilbahnen hinauf zur Mittelstation Schönbergalm. Nach einigen Schritten tauchen die Pforten der beiden Natur-Schauhöhlen Rieseneishöhle und Mammuthöhle auf.

Die natürliche Architektur der Rieseneishöhle präsentiert sich monumental. Auf 50-minütigen Rundgängen geleiten die Guides die Gäste ins Berginnere hinunter zum „König Artus Dom“. In dieser von mächtigen Felsblöcken dominierten Halle wurden Knochen von Höhlenbären gefunden, die menschliche Bearbeitungsspuren aufweisen. Der enge "Keyeschluf" dient als Treppenhaus ins obere Stockwerk mit von der Natur geformten Kunstwerken aus Eis. Vom „Eispalast“ führt die Expedition zum „Parsifaldom“ und zum „Großen Eisberg“ – einem eisigen Kegel von über neun Metern Höhe und zur Eisglocke, auch „Gralsburg“ genannt, die im Schein der Licht-Inszenierung in allen Farben schimmert. Das Parkett des „Tristandoms“ besteht aus einer 25 Meter dicken Eisschicht. Vorbei am Eisabgrund steigen die Besucher zum Ausgang, um den Blick über Hallstätter See und Krippenstein schweifen zu lassen.

Gigantische Ausmaße erreicht die eisfreie Mammuthöhle, eine der größten Höhlen Europas, die vom höchsten Einstieg bis zum tiefsten Punkt 1.199 Meter misst. Bei einer rund 1-stündigen Führung durch das Gangsystem erhalten die Besucher einen Einblick in die Entstehung von Höhlen und die Arbeitsweise der Forscher. Im „Reich der Schatten“ hat die Natur selbst Bilder aus weißer Bergmilch und braunem Eisenoxid gezeichnet, die so klingende Namen wie „Höhlenvenus“ und „Dame mit Reifrock“ erhielten.

Die wasserführende Koppenbrüllerhöhle liegt im Tal und ist durch einen kurzen Spaziergang entlang der Koppentraun erreichbar. Die jüngste der drei Dachstein-Höhlen gibt faszinierende Einblicke in die unterirdischen Wasserwege des Dachstein-Inneren. Bei der rund einstündigen Führung erfahren Besucher alles über die Entstehung der Höhle und können bei Schneeschmelze und nach starken Niederschlägen erleben, wie sich das trockene Bachbett in der Simonyhalle innerhalb weniger Minuten in einen reißenden Wildbach verwandelt.

Weitere Informationen:
www.dachstein-salzkammergut.com