Sommerliche Erfrischung: Baden im Fluss

Österreichs Landschaft ist durchzogen von einer Vielzahl an Bächen und Flüssen, die zu den saubersten Europas gehören und in den meisten davon lässt sich herrlich baden.

Baden in der Ybbs bei Waidhofen
Flussbäder an der Donau
Einige der ältesten Flussbäder befinden sich entlang der Donau: Auffallend schöne Plätze mit naturbelassenen Sand- oder Kiesstränden - sei es in den Donau-Auen der Wachau, am Badeplatz Ardagger mit seinen Schotterinseln oder bei Aggsbach-Dorf bzw. Schönbühel, wo sich das Baden auch mit einer Bootstour verbinden lässt. Dort wird zudem das Kuriosum erlebbar, dass die Donau - einem Gegenstrom gehorchend - bergauf fließt.

Seichtes Uferwasser und geringe Strömung bieten die Donauabschnitte bei Weißenkirchen sowie bei Greifenstein, aber auch die Pielachmündung bei Melk, am Südufer der Donau, mit ihren weichen Sandbänken. Wer zusätzlich den Atem der Jahrhundertwende spüren will, sollte ins Strombad Kritzendorf fahren, in dem bereits seit dem Jahr 1903 Sommerfrischler Abkühlung suchen. Das Strombad, einst als Riviera der Donau bekannt, kostet heute keinen Eintritt mehr, und dennoch kann man hier, umgeben von Kastanienbäumen, besonders angenehm den Sommer genießen. Im Bereich Wiens lädt besonders die Lobau mit ihren Auwaldbeständen und zahlreichen kleinen Buchten zu einem geruhsamen Sommertag ein.

Naturdenkmal Erlaufschlucht
Erst kürzlich zugänglich gemacht wurde in Niederösterreich das Naturdenkmal Erlaufschlucht, eine 7 km lange Schlucht entlang der Erlauf mit traumhaften Sandstränden, Höhlen und Badebuchten. Weniger abenteuerlich zu erreichen ist das naturbelassene Flussbad in der Erlauf im Ort Purgstall, wo auch die Erlaufschlucht beginnt. An einem der ältesten Naturflüsse Europas wurde die alte Badeanlage wieder belebt und lädt zur Abkühlung bei erfrischenden 16 bis 17 Grad ein.

Salzburger Klammen
Im Bundesland Salzburg bieten sich als Badeplätze folgende Flüsse an: die Königsseeache in Hallein-Rif, die Taugl, die Lammer und das Almbach-Felsenbad bei Fastenau, das in die sogenannte Strubklamm eingebettet ist. Die Strubklamm ist ein durch Erosion entstandener Taleinschnitt von einigen Kilometern Länge, dessen Boden im Laufe der Zeit von Eis, Wasser und Geröll ausgeschwemmt wurde, wodurch fantastische natürliche Wannen, Kämme, Rillen und Töpfe entstanden.

Kärnten
Wo Berge sind, da ist auch Wasser, sagt man in Kärnten, und so schwimmt man dort auch in der Gail, einem Nebenfluss der Drau. Zum Beispiel auf Höhe des Kraftwerks Schütt bzw. bei Kirchbach, wo der Naturspielplatz Gailfluss mit Früchten, Beeren zum Naschen oder zum Grillen verlockt.

Naturbadeplätze in Vorarlberg und Tirol
Vorarlbergs Naturbadeplätze befinden sich im Bereich des Rheindeltas, des Alten Rheins in Hohenems-Altach sowie im Bereich der Bregenzer Ache bei Alberschwende. Auch das Waldbad an der Enz in Dornbirn sowie das Freibad Felsenau in Feldkirch sind geeignete Flussbadeplätze. In Tirol, bei Kramsach, bietet sich die Brandenberger Ache mit ihren bezaubernden Klammen zum Schwimmen, aber auch Kajak fahren an.

Steiermark
Wer die grüne Steiermark mit ihren dichten Wäldern vorzieht, kann sich an den Sandbänken in der Salzaklamm bei Mariazell vergnügen, wo sich die Salza schon weitaus zahmer gibt als an jenen Stellen, wo sie sich zwischen Felswänden durch die Landschaft schlängelt und mehr zum Bestaunen und Entlangwandern einlädt.
 
 

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