Kulinarik am Berg

Während es die einen kaum erwarten können, nach den österreichischen Berggipfeln auch die Barhocker der eleganten Clubs und Lounges zu erklimmen, rücken die anderen lieber in geselliger Runde am Kachelofen zusammen. Oder gönnen sich ein exquisites Dinner in einem der vielen Gourmetrestaurants unweit der Piste.

Sonnenski auf der Kristallhütte Hochzillertal © Österreich Werbung/Wolfgang Zajc
Foto: Österreich Werbung
Grenzenloser Genuss in edlen Bergrestaurants
Es spricht für sich, dass in Österreichs Bergwelt das "Après Ski" mitunter schon während des Skifahrens beginnt: Die vielen Skihütten und Schneebars direkt neben der Piste sind einfach zu verlockend, um immer nur daran vorbei zu fahren. Dabei haben Kultgetränke wie der legendäre "Jaga-Tee" längst gediegene Konkurrenz bekommen: In Ischgl zum Beispiel kann man in der "Champagnerhütte" des Hotels Romantica in urigem Ambiente an feinen Perlgetränken nippen. Ein sinnliches Erlebnis bietet das Restaurant im  „Crystal Cube“, einem stylischen, gläsernen Würfel, der schräg in der felsigen Berglandschaft der Tiroler Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis steht. In seinem exklusiven Ambiente genießen bis zu acht Gäste das 360 Grad-Panorama auf 2.600 Metern Höhe und lassen sich mit kulinarischen „Hochgenüssen“ à la Fingerfood wie Räucherfischtartare mit Meerrettich und Champagner verwöhnen.

Völlig im hölzernen Gewand präsentiert sich hingegen die Kristallhütte im Skigebiet Hochzillertal, ein Bergrestaurant für Lifestyle und von der Adler-Lounge, dem höchst gelegenen Haubenrestaurant Europas (2621m), blickt man dem Großglockner direkt ins Auge. Obwohl man in der "Verwallstube" in Galzig inmitten in der alpinen Bergwelt auf 2.185 m Seehöhe tafelt, sind es vor allem die Fischspezialitäten, für die das Haus berühmt ist und die der Küche zwei Hauben eingebracht haben.


Kulinarische Spezialitäten in urigen Skihütten
Authentischer geht es hingegen in den urigen Skihütten zu, die nach wie vor auf Geselligkeit statt Eleganz setzen. Über der Baumgrenze ist man laut einer alten Berg- und Wanderregel ohnehin mit jedem "per Du", und auch ansonsten gibt es in der behaglichen Atmosphäre so einer Hüttenstube keine Berührungsängste: Da rückt man gerne ein bisschen zusammen, wenn der Platz ein wenig eng werden sollte und tauscht ein paar Worte mit den Sitznachbarn, mit denen einen zumindest eines ganz sicher verbindet: die gute Laune nach einem perfekten Urlaubstag auf der Piste, die durch die Aussicht auf eine köstliche Mahlzeit noch gesteigert wird.

Viele der Hütten haben ihre eigene Spezialität, deretwegen die Gäste immer wieder kommen. In der Edelweißhütte auf der Mariazeller Bürgeralpe sind es die hausgemachten Grammelknödel mit Sauerkraut und der fantastische Grießauflauf mit Erdbeersauce, die die Skifahrer zum Hüttenwirt "Pfanni" locken. Die hundert Meter Fußmarsch von der Piste zur idyllisch gelegenen Hütte nimmt man allein schon dafür gerne in Kauf.

Im Bründlstadl am Hochkönig kommen die deftigen Kasnocken – hausgemachte Teigwaren, die mit Käse überbacken werden - sogar in traditionellen Riesenpfannen auf den Tisch. Damit solch herzhafte Gaumenfreuden nicht im Magen liegen, wird in den Hütten nach dem Essen gerne ein "Verdauungsschnapserl" serviert – so die liebevolle Bezeichnung für die ausgezeichneten Schnäpse, die erst intensiv nach Frucht duften, bevor sie mild durch die Kehle gleiten und Seele wie Magen wärmen.

Die Unterwirthütt'n in Bad Kleinkirchheim ist eine der Jüngsten und hat gleichzeitig Tradition: Mit den Skiern geht es direkt bis zur Bar im Freien und dort bleibt man auch gern auf der urigen Terrasse, um die Bergluft zu genießen. Aus altem Holz nach altem Vorbild gebaut, steht die Unterwirthütte für Kärntner Gemütlichkeit und Qualität. Alles, was auf den Tisch kommt, ist vom eigenen Bauernhof. Naschkatzen kommen ganz auf ihre Kosten. Bei hausgemachten Kärntner Kletznnudeln mit Zimt, Zucker und brauner Butter schmilzt man förmlich dahin.

Auf 2.130 Metern Seehöhe den Sonnenaufgang bestaunen und dabei ein Frühstück mit regionalen Köstlichkeiten wie Brösl, Sura Kees oder Bratkartoffeln verspeisen – diesen feinen Start in den Tag bietet das Bergrestaurant Schafberghüsli der Bergbahnen Gargellen im Vorarlberger Montafon.

Auf der Garnitzenalm auf dem Kärntner Nassfeld nimmt das nur einige Schritte entfernte Italien schon kräftig Einfluss auf den Speiseplan. Der Hüttenwirt versteht es, die traditionelle Kärntner Küche mit den Einflüssen aus Italien kunstvoll zu verbinden. Ob bei Kasnudeln oder Penne Arrabiata – auf einer der größten Sonnenterrassen Kärntens kommt der Appetit ganz von selbst.
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