Im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing bei Graz fanden 97 historische Höfe und Wirtschaftsgebäude aus sämtlichen Bundesländern Österreichs eine neue Heimat.
Österreichisches Freilichtmuseum Stübing, SteiermarkZwei gekreuzte Sensen stehen im Freilichtmuseum Schmiedleithen bei Leonstein für die Bestimmung, dem das Gebäude-Ensemble einst gewidmet war: Bis 1967 war der große Hammer zur Sensen-Erzeugung im Einsatz.
Freilichtmuseum Schmiedleithen in OberösterreichHoadboden – Heideboden – nannten die Bewohner von Mönchhof früher den eher karg beschaffenen Boden im burgenländischen Seewinkel. Die intensive Bindung der Menschen an „Mutter Erde“ erlebt man heute noch im Dorfmuseum Mönchhof.
Dorfmuseum Mönchhof im BurgenlandGeschichte und Geschichten vermitteln die rund 80 Gebäude im Museumsdorf Niedersulz, die seit 1980 aus allen Teilen des Weinviertels unter Verwendung von originalen Teilen hierher „verpflanzt“ wurden.
Museumsdorf Niedersulz im WeinviertelIm Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain am Fuße des Untersberges wurden rund 100 historische Gebäude, gruppiert nach ihrer originären Herkunft aus allen Regionen des SalzburgerLandes, wieder aufgebaut.
Salzburger Freilichtmuseum GroßgmainIm Museum Tiroler Bauernhöfe, auf einem weitläufigen Bergplateau in Kramsach gelegen, versammeln sich historische Häuser aus sämtlichen Talschaften Tirols nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
Museum Tiroler Bauernhöfe in KramsachEs ist der Boden, der den Ton macht: In Stoob im Burgenland ist er genau richtig, um die Töpferei und das Hafnergewerbe seit dem Mittelalter blühen zu lassen.
Keramik aus Stoob im Burgenland60 Teile Sand, 180 Teile Asche, 5 Teile Salpeter, 3 Teile Kreide: Nach der 3.500 Jahre alten Rezeptur zur Glaserzeugung entstehen im Mühl- und Waldviertel auch heute noch transparente Kunstwerke.
Glasbläserei in Nieder- und OberösterreichDer Blaudruck revolutionierte im 17. Jahrhundert die Textilgeschichte Europas - tausende Manufakturen entstanden. Heute wird dieses Handwerk noch in einer Werkstatt im Burgenland ausgeübt, in der alles alt ist, ausgenommen die Ideen. Das erfreut Traditionsbewusste ebenso wie junge Kreative.
Indigo-Blaudruckerei im BurgenlandDas Ausseerland im steirischen Salzkammergut ist mit seinen Seen, Wiesen und Bergmassiven der Inbegriff einer harmonischen Landschaft. Reflektiert wird diese malerische Schönheit von der Ausseer Tracht.
Ausseer Tracht und Ausseer HanddruckGrüne Kringel tanzen um den Tellerrand, der Hirsch springt über die Wand des Bechers, Streublumen verteilen sich bunt über die Tasse – das freut die Sinne und hebt die Tafel-Stimmung: Seit über 300 Jahren ist Gmundner Keramik der Inbegriff österreichischen Geschirrs und international begehrt.
Gmundner KeramikIn der Steiermark, dem Süden und der Sonne zugewandt, liegt das Vulkanland. Was hier wächst – Wein, Äpfel, Kürbisse – und produziert wird – Öl, Speck, Schinken, Schokolade –, hat das gewisse Extra. Holler, wie der Holunder hier heißt, gehört dazu.
Holler aus dem steirischen VulkanlandLoden ist seit Jahrhunderten das Hightech-Produkt der alpinen Bevölkerung und ein zur nationalen Identität verdichteter Stoff. Nichts schützt so natürlich vor Regen, Kälte und Wind.
Schladminger LodenWas in Bad Goisern vor 140 Jahren mit der Erfindung des ersten technisch ausgereiften Bergschuhs begann, ist heute Inbegriff höchster Qualität. Und die Goiserer sind inzwischen sogar fürs Stadtleben tauglich.
Goiserer Schuhmacher im SalzkammergutDer Grundstoff für die glamouröse Garderobe stilbewusster Afrikaner kommt aus Vorarlberg, ebenso wie der vieler Glanzstücke der Haute Couture: aus den Stickereien in Lustenau.
Stickerei in Lustenau, VorarlbergDie Wiener sagen, sie hätten 1683 beim Abzug der Türken nach erfolgloser Belagerung Säcke mit Kaffeebohnen erbeutet. Tatsächlich auf den Geschmack gebracht hat sie aber ein verdienter Spion des Kaiserhofs, der 1685 das erste Wiener Kaffeehaus gründete.
Wiener KaffeehauskulturKärntens Kaffeehäuser und Konditoreien gelten als gemütlicher Treffpunkt für köstliche Gaumenfreuden auf höchstem Niveau. Mehlspeisen werden nach traditionellen Rezepten gebacken, die außergewöhnlichen Schokoladespezialitäten sind über die Grenzen Kärntens hinaus bekannt.
Bekannte Konditoreien in KärntenErlesenes Kunsthandwerk, regionales Brauchtum rund um Ostern, bäuerliches Handwerk und kulinarische Köstlichkeiten - all das findet man auf den Ostermärkten und Osterausstellungen in Oberösterreich.
Ostermärkte in OberösterreichNiederösterreich zeichnet sich durch die Vielfalt seiner Ostermärkte aus. Die Ostertradition spielt hier eine große Rolle und wird von Jung und Alt gepflegt.
Ostermärkte in NiederösterreichDie Ostermärkte in Kärnten zählen zu wichtigen Frühlingsboten des Bundeslandes. Hier werden traditionelle österliche Produkte präsentiert und zum Kauf angeboten.
Ostermärkte in KärntenVorarlberg lädt zum Ostermärktle nach Bregenz ein, bei dem künstlerisch gestalteter Osterschmuck und traditionelles Kunsthandwerk angeboten werden.
Platz nehmen, entspannen und sich vom Ober verwöhnen lassen – bei einem kleinen Braunen im Kaffeehaus. Diese Institution verkörpert ein Stück Wiener Lebensgefühl, das auch außerhalb der Bundeshauptstadt seine Anhänger gefunden hat.
Kaffeehäuser mit Tradition in ÖsterreichAuch wenn die goldenen Zeiten des Weberhandwerks schon lange vorbei sind - im Mühlviertel ist diese Tradition noch überall präsent. Bei einer Reise auf der Mühlviertler Weberstraße folgt man dem Weg der Naturfaser Flachs vom Anbau bis zur Herstellung von eleganten, feinen Leinenstoffen.
Mühlviertler WeberstraßeSich auf die Spuren alten Handwerks begeben, romantische Burgen und Schlösser bestaunen, sich an kulinarischen Genüssen erfreuen oder einfach nur schöne Landschaft betrachten: Österreichs Themenstraßen halten viele Schätze bereit.
Themen- und Erlebnisstraßen in ÖsterreichWer die Schwelle eines historischen Freilichtmuseums übertritt, befindet sich mit einem Schlag mitten in einer längst vergessenen Welt. In Form von originalen Gebäuden begegnen den Gästen alte Zeiten in Lebensgröße.
Freilichtmuseen in ÖsterreichUnverfälschtheit ist eine typisch österreichische Eigenschaft.
Brauchtum - Leidenschaft für TraditionDie Genügsamkeit der Flachspflanze entspricht der Kargheit des Bodens – gewoben wird daraus Stoff für höchste Ansprüche: Die über 800jährige Geschichte der Leinenweberei in Oberösterreich wird in Haslach zeitgenössisch und kreativ weitergesponnen.
Textilkultur Haslach in OberösterreichSchon zu Lebzeiten beschäftigen sich die Wiener mit dem Tod: Sie besingen ihn, spielen mit ihm, bauen ihm Denkmäler. Der Kult um den Tod ist schaurig-lustvolles Ereignis und strategischer Schachzug gegen die Endlichkeit aller Dinge.
Friedhöfe und Totenkult in WienSie sind schön wie Museumsstücke, wenn sie aus der Werkstatt kommen, und doch für die Praxis gemacht: Mit ihrer Präzision erfreuen Gewehre aus Ferlach das Herz des Sammlers und sind der Schatz des Jägers.
Ferlacher BüchsenmachereiKapriole, Courbette, Levade heißen die beeindruckenden Sprünge der Lipizzaner, die in der Spanischen Hofreitschule in Wien ihr Publikum verzaubern. Das Wissen über die Hohe Schule der klassischen Reitkunst wird seit über 400 Jahren mündlich weitergegeben. Sind die weißen Hengste fertig ausgebildet, werden sie als "Professor" angesprochen.
Spanische Hofreitschule - die Hohe Schule der ReitkunstDas Lesachtaler Brot zeichnet sich durch schonende Zubereitung und besonderen Geschmack aus.
Brotherstellung im Kärntner LesachtalIn Hallein bei Salzburg kann man eines der ältesten Salzbergwerke der Welt besichtigen: Sein Salz sicherte das Überleben der Menschen, brachte den Erzbischöfen Reichtum und der Stadt Salzburg seine heutige Pracht.
Salzgewinnung in HalleinVon der Faust des Falkners steigt der prächtige Vogel auf und zieht hoch in die Luft, bis er die Beute erspäht: Seit 5.000 Jahren macht sich der Mensch den Jagdtrieb von Greifvögeln zunutze.
Falknerei in ÖsterreichNirgendwo sonst werden die Fasnachtsbräuche so ausgiebig und variantenreich gepflegt wie in Tirol, wo mit prächtigen Kostümen und phantasievollen, handgeschnitzen Masken der Winter ausgetrieben wird.
Fasnacht und Tiroler MaskenschnitzerIm Süden Wiens, vom Wienerwald bis zu Rax und Schneeberg, erstreckt sich eine botanische Rarität: der größte und nördlichste Schwarzföhrenwald Europas. Er birgt mehr als ein Geheimnis – und Bäume, die Gesichter schneiden.
Pechgewinnung in NiederösterreichGlück auf! Dieser Bergmannsgruß erklang in Bad Bleiberg bis zur Schließung des Bergwerks im Jahr 1993. Die Tradition der Bleiberger Knappen hat sich jedoch bis heute erhalten.
Bleiberger Knappenkultur in KärntenWeihnachtskrippen veranschaulichen das Ereignis von Christi Geburt: Maria, Josef und das neugeborene Kind im Stall, die Hirten, Ochs und Esel, der Komet und die Ankunft der Hl. Drei Könige werden in Tirol ausdrucksstark – und raumgreifend – inszeniert.
Geschnitzte Krippen aus TirolSeit die Römer in den Vorzugslagen dieser nördlichen Provinz ihres Reiches Wein anpflanzten, wird der Weinbau in Niederösterreich als genussvolles Kulturgut hochgehalten.
Weinkultur in NiederösterreichDie 600-jährige Tradition des Tiroler Volksschauspiels wird heute noch in Telfs, Erl und Thiersee hochgehalten.
Tiroler VolksschauspielDas archaische Instrument erzeugt einen unverwechselbaren Klang, der vor allem vom Oberton bestimmt wird. Durch die Wiederentdeckung der Volksmusik erlebt auch die Maultrommel einen neuen Aufschwung.
Maultrommeln aus OberösterreichKaum eine halbe Autostunde von Wien entfernt liegt hinter schützenden Mauern Stift Heiligenkreuz, die größte Zisterzienser-Abtei Europas. 900 Jahre Klosterleben begegnen einem hier. Heiligenkreuz ist Sehenswürdigkeit und sinnliches Erlebnis zugleich.
Klosterleben im Stift HeiligenkreuzDie musikalische Vielfalt des Burgenlandes ist von unterschiedlichen Kulturen beeinflusst und geht weit über die Grenzen des Landes hinaus.
Musikalische Welten im BurgenlandNirgendwo sonst sind Bälle so romantisch-feierlich wie in Wien. Diese Tradition berauscht Einheimische und Gäste weit über eine Nacht hinaus und erfüllt die Stadt mit festlichem Flair.
Wiener Ball und Wiener WalzerLaut wie ein Schrei oder melodiös wie ein Lied sind die Jodler aus der Steiermark. Auf lautmalerischen Silben gesungen, fasziniert diese Stimmgewalt weltweit und animiert, es selbst zu versuchen.
Jodeln in der SteiermarkWas urwienerisch klingt, muss nicht unbedingt in Wien entstanden sein - wie das Dudeln und die Schrammelmusik, die aus dem ländlichen Raum nach Wien gebracht wurden.
Wiener Lieder und SchrammelmusikOhne den Einfluss der slowenischsprachigen Minderheit wäre Kärnten um viele kulturelle Eigenheiten ärmer. Vor allem in Südkärnten wird deutlich, dass man einen Kulturraum betritt, der keine Grenzen kennt.
Slowenische Sprache und Küche in SüdkärntenIm Sommer versetzen die Almen Tiere und Menschen in Hochstimmung. Wer die Salzburger Almen erklimmt, ist herzlich willkommen, an diesem Hochgefühl teilzuhaben.
Almsommer im SalzburgerLandDer Salzburger Pinzgau ist mit Wäldern, Wiesen und prächtigen Höfen der Inbegriff alpiner Lebenswelt. Oft isoliert, haben die Bergbewohner über Jahrhunderte hinweg Wege zum Überleben gesucht und das Nötige dazu in ihrer nächsten Umgebung gefunden.
Traditionelles Heilwissen im PinzgauEs berührt Menschen aller Nationen und Kulturen: Das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ist Ausdruck tiefster Besinnung und spiritueller Sehnsucht nach Frieden.
Weihnachtslied "Stille Nacht"Was in der Baukultur anderer Länder edle Steine und handgemachte Ziegel sind, ist in Vorarlberg Holz. Im Bregenzerwald wird das Wissen um den jahrtausendealten Werkstoff bewahrt und zeitgemäß angewandt.
Holzarchitektur in VorarlbergMit alpinem Klima und ausgedehnten Almgebieten zählt Osttirol zu Österreichs schafreichsten Regionen.
Osttiroler Schafkultur im InnervillgratentalSeit Jahrhunderten lebt in Vorarlberg die Tradition der dreistufigen Almwirtschaft. Dabei entstehen außergewöhnliche und seltene Käsesorten. Die „Käsestraße Bregenzerwald“ lädt ein, dieses Kulturgut, die Menschen, ihre Gastfreundschaft und natürlich den Käse in allen Facetten zu erleben.
Almwirtschaft im BregenzerwaldDer Neusiedler See im Burgenland ist umgeben von einem der größten zusammenhängenden Schilfgürtel. Zum Dachdecken und Dämmen ist Schilf ein für das Burgenland typischer Baustoff und darf nur im Winter geschnitten werden.
Schilfdächer im BurgenlandDie Tracht der Bregenzerwälderinnen - die Juppe - aus schwarzer Glanzleinwand besticht durch ihre Eleganz und Schlichtheit. Sie wird heute nur mehr in einer einzigen Werkstatt in Riefensberg hergestellt.
Die noble Tracht der BregenzerwälderinnenIm burgenländischen Steinberg-Dörfl steht eine der letzten Werkstätten Europas, die eine ganz spezielle Handarbeitstradition pflegt: den Blaudruck.
Burgenland: Mehr zur Blaudruckerei KoóAls sich am Beginn des 19. Jahrhunderts Tiroler Sängerschaften auf Tourneen durch die Städte Europas begaben und der Stadtbevölkerung den Brauch des Jodelns näher brachten, machten die Wiener mit dieser Gesangsform Bekanntschaft.
Mehr zum Jodeln der WienerIn Ybbsitz in Niederösterreich blickt das Schmiedehandwerk auf eine lange Geschichte zurück, die im 14. Jahrhundert ihren Ausgang nahm.
Niederösterreich: Zum Schmiedehandwerk in YbbsitzIn den weststeirischen Gemeinden Murau und Krakaudorf sowie im angrenzenden Lungau im SalzburgerLand hat der Samsonumzug seinen fixen Platz im Brauchtumskalender.
Samson-Umzüge in Murau und im LungauDas Wissen um Heilpflanzen und ihre Wirkung bei Erkrankungen geben die Pinzgauer Bauern von einer Generation an die nächste weiter – bis vor wenigen Jahren mündlich nach dem „Meister-Schüler-Prinzip“.
SalzburgerLand: Heilwissen aus dem PinzgauMehr noch als über Tracht oder Volksmusik identifizieren sich die Bewohner des Ötztals über ihren Dialekt mit ihrer Heimat. Die Ötztaler Mundart blickt auf eine rund 900-jährige Tradition zurück.
Tirol: Die Ötztaler MundartWenn die Frauen in Feldkirch in Vorarlberg in ihre traditionelle Tracht schlüpfen, legen sie nicht nur ihr aus Brokat geschneidertes Dirndl an, sondern setzen auch ihre kunstvoll gefertigte Radhaube auf.
Mehr zur Bodensee-RadhaubeEs ist beachtlich, wie viele Bräuche in Österreich bis heute erhalten sind. Ausgeübt zu ganz bestimmten Anlässen, markieren Bräuche Zeiten des Übergangs – ob nun Hochzeit, Todesfall, Frühlingsbeginn oder Ende der Erntezeit.
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