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Die Donau

Für Österreich ist die Donau mehr als nur ein Fluss: Sie ist Kulturraum und Wasserweg, wirtschaftliche und mentale Klammer zu Mittel- und Osteuropa und eine der reizvollsten Regionen des Landes.

Donauschlinge bei Schlögen / Oberösterreich
Mit 2.850 Kilometern Länge ist die Donau, die Österreich auf ca. 350 Kilometern zwischen dem bayerischen Passau und dem slowakischen Pressburg durchzieht, nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas. Unzählige Lieder besingen die Donau, unzählige Sagen ranken sich um den Alltag an ihren Ufern. Einige handeln auch vom Fluss als einstigem Reiseweg der Kaiser und Könige, auf deren Spuren man heute Klöster und Burgen, mittelalterliche Städte und prachtvolle Residenzen trifft. Eine der berühmtesten Donau-Reisenden war wohl Kaiserin Elisabeth. Die legendäre "Sisi" fuhr zur Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph im April 1854 mit dem Dampfschiff nach Wien.

Heute gilt die Radtour auf dem Donauradweg zwischen Passau und Hainburg als eine der reizvollsten Möglichkeiten, die Donaulandschaft zu erkunden. Auf den einzelnen Tour-Etappen gibt es in fast überall Radler-Unterkünfte, und zahlreiche Radreiseveranstalter organisieren den Gepäckstransport. Entspannender ist selbstverständlich eine Kreuzfahrt mit dem Donauschiff, wie sie etwa die DDSG Blue Danube anbietet.

Land der Stifte und Wallfahrten
Ob mit Rad oder Schiff, Auto oder "Öffis" – als Donaureisender gleitet man eine Perlenschnur landschaftlicher Highlights entlang: Zum Beispiel die eindrucksvolle Schlögener Donauschlinge (OÖ), an der der Fluss seine Laufrichtung umkehrt. Oder die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz, deren bekannteste Veranstaltungen, die "Klangwolke" und das Festival "Ars Electronia", direkt am Fluss stattfinden. Oder das "Land der Stifte und Wallfahrten" zwischen Linz und Grein.

In Melk, dessen barockes Benediktinerstift palastartig über der Donau thront, beginnt eine der bezauberndsten Landschaften: die Wachau, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt: Von den Hügeln reichen die Weingärten und Wälder bis ans Wasser, dazwischen ragen Felsklippen und Burgruinen auf (z.B. Dürnstein), in kleinen Weinhauerorten locken alte Kellerstöckel und Heurige, und im Frühjahr verwandeln sich die Wachauer Marillenbäume in ein weißes Blütenmeer.

Donaumetropole mit imperialem Flair
Rund 70 Kilometer flussabwärts erwartet die Bundeshauptstadt Wien den Reisenden mit all ihrer Pracht: Hofburg und Stephansdom, die Schlösser Schönbrunn und Belvedere, Museen und Adelspalais repräsentieren die reiche Kulturgeschichte und sind Glanzpunkte jedes Wien-Besuches. Der Aufstieg der Stadt zur vielbesuchten Metropole hängt nicht zuletzt auch mit ihrer Lage an der Donau zusammen.

Am östlichen Stadtrand passiert die Donau das Kraftwerk Freudenau, das jüngste der neun Donaukraftwerke, die zusammen rund ein Viertel der gesamten österreichischen Stromproduktion liefern. Von hier an erstreckt sich Nationalpark Donau-Auen bis zur Staatsgrenze bei Pressburg. Er schützt eine der letzten großen unverbauten Flussauen Mitteleuropas, die eine enorme Vielfalt an Pflanzen und Tieren beherbergt – vom Biber bis zum Eisvogel, vom Aronsstab bis zur Zypressen-Wolfsmilch.

Vielerorts sind an der Donau noch alte Bräuche lebendig – von Winzerfesten bis zu religiösen Prozessionen. Romantisch ist etwa eine Schifffahrt durch die Wachau, wenn zur "Sonnwendfeier" (rund um den 21. Juni) mit Leuchtfeuern auf den Hügeln der längste Tag des Jahres gefeiert wird. Auch der alte Brauch des "Schifferlsetzens" am Nikolaustag (6. Dezember) in Spitz (NÖ) wird nach wie vor gepflegt. Dabei schicken Kinder selbst gebastelte Schiffchen mit Kerzen und Segenswünschen in die Fluten.

Erlebnisregion Donau