Zu den wichtigen Merkmalen des biologischen Weinbaus gehört der Verzicht auf chemische Düngung sowie auf Pestizide, Insektizide und Herbizide. Die erlaubten Schwefelobergrenzen liegen um ein Drittel unter den gesetzlichen Höchstwerten.
Bei der Weltleitmesse für Bio-Produkte, der BioFach in Nürnberg, wurden 2007 16 österreichische Bio-Weine mit "„Gold" ausgezeichnet, zwei erhielten gar die höchstmögliche Auszeichnung "Grosses Gold". Mit der neuen frost- und pilzresistenten
Rebsorte Roesler setzte sich beispielsweise der
Bioweingärtner Hans Artner aus dem niederösterreichischen Göttlesbrunn gegen Shiraz aus Australien oder Merlot aus Südafrika durch. Ebenfalls mit Gold ausgezeichnet und im Burgenland beheimatet: die
Biowein-Familie Steindl, deren Chardonnay die Weisswein-Jury begeisterte.
Neben diesen "herkömmlichen" Bioweinen gewinnt das Thema
biodynamischer Weinbau in den letzten Jahren zunehmend an Popularität. Die Biodynamik vermeidet nicht nur chemische Produkte, sondern versucht den Boden, die Reben und den Wein mittels biodynamischer Präparate auf der Basis der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners zu stärken.
Auch kosmische Einflüsse und die Kunst, auf "den richtigen Zeitpunkt" zu achten, spielen dabei eine wichtige Rolle. Was wie die Spinnerei von Sonderlingen anmutet, gehört im Spitzenweinbau längst zum Alltag. Der vielleicht berühmteste und teuerste Wein der Welt vom Gut Romanée Conti im Burgund etwa wird nach den Lehren der Biodynamik gezogen und gekeltert.
Absolut erschwinglich hingegen sind die ausgezeichneten Weine des biodynamischen
Betriebs Meinklang: Sie spiegeln nicht nur Boden und Klima des Nationalparks Neusiedler See wider, sie sind auch Ausdruck einer Philosophie - jeder Schluck erinnert daran, dass "Bios" auf Altgriechisch "Leben" bedeutet.