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Vorarlberg: architektonische Highlights

Die vielen Holzbauten prägen das Landschaftsbild in Vorarlberg. Deren Architektur ist schlicht, natürlich und nachhaltig, einerseits traditionell und gleichzeitig weltoffen – genauso wie die Menschen, die hier leben. Eine Rundreise durch die Vorarlberger Baukultur und Mentalität.

Nachhaltige und anspruchsvolle Architektur
Einmal in Vorarlberg angekommen, kann man sich eines sicher sein: Man befindet sich in einem Land der Pioniere. Und zwar wenn es darum geht, Architektur mit der herrlichen Naturlandschaft, Bautechnik mit Energieeffizienz und Baukultur mit der Vorarlberger Mentalität zu verknüpfen.

Erster Halt auf der architektonischen Rundreise durch das westlichste Bundesland ist im Bregenzerwald. Genauer gesagt in den Orten Schwarzenberg oder Sulzberg. Hier kann man auf dem ersten Blick erkennen, was die Vorarlberger Architektur und Bautechnik ausmachen. Man bedient sich der wichtigsten, nachwachsenden Ressource in der Region - Holz. Dementsprechend ist das Landschaftsbild geprägt von den vielen unterschiedlichen Holzbauten.

Einzigartige Holzarchitektur prägt die Landschaft

Früher war der Holzbau ein Abbild der landwirtschaftlichen Häuser, heute prägt er hier den gesamten Alltag. Daraus ergibt sich ein lebhaftes Miteinander von Tradition und Moderne: Traditionell die alten Maisäss-Häuser mit ihren kleinen Fenstern, modern dagegen die zeitgenössische Holzarchitektur, die Holz mit grossen Glasflächen und Stahl kombiniert. Ein Paradebeispiel dafür ist das Feuerwehr- und Kulturhaus in Hittisau. Die Juppenwerkstatt in Riefensberg hingegen ist ein imposanter alter Holzbau, der im Zusammenspiel von dicken Holzpfosten und grossen Glasplatten Alt und Neu vereint.

Eines haben alle diese Holzbauten gemeinsam: Die einfachen Grundrisse und die Geradlinigkeit in der Konstruktion, unaufdringlich und authentisch. Man könnte meinen, die Architektur entspricht der Mentalität der Einheimischen. Die Leute kommen auf einen zu, ohne aufdringlich zu sein. Sie sind natürlich und authentisch, aber ebenso weltoffen. Sie gehen sehr sorgsam mit ihrer Natur um - genauso wie es die Bautechnik tut: Der sparsame Umgang mit den Ressourcen und energieeffizientes Bauen stehen in Vorarlberg im Vordergrund.

Europas Zentrum für zeitgenössische Architektur
Nicht umsonst gilt die Region zwischen Bregenz und Feldkirch als „das“ Zentrum zeitgenössischer Architektur in Europa. Bei einem Vorarlberger Architekten ein Praktikum zu machen ist so begehrt, wie bei einem Starkoch eine Lehre zu absolvieren. Nächste Station ist Bregenz, die Hauptstadt. Auf der Bregenzer Kulturmeile kommen Architektur- und Kulturfans gleichermassen auf ihre Rechnung. Das Festspielhaus und das Kunsthaus sind geprägt von Stahl, Glas und Beton.

Dass der Sinn für Nachhaltigkeit aber nicht beim Bauen endet, beweisen die Opernveranstaltungen im Festspielhaus oder die Bregenzer Festspiele auf der Seebühne. Die Gäste werden hier mit saisonalen Bioprodukten verköstigt, etwa mit den vielen Käsesorten aus der Region.

Architektur, Natur und Vorarlberger Gemütlichkeit
Wenn man von Architektur spricht, dürfen selbstverständlich die sakralen Bauten nicht fehlen. Vor allem, wenn sie so einzigartig sind wie die Basilika Rankweil. Die imposante mittelalterliche Kirchenburg wacht auf dem Hügel wie ein riesiges Monument über die umliegenden Dörfer. Die Aussicht von hier ist ein Genuss, genauso wie die regionalen Speisen. Die Gaststuben sind Ausdruck der österreichischen Gemütlichkeit und der kulinarischen Besonderheiten. Speziell ist etwa der sogenannte Käsdönnala, ein Käsefladen. Stolz erzählt man, dass die Zutaten rein biologisch angebaut werden. Schliesslich gehen in Vorarlberg nicht nur die Bautechniker schonend mit der Natur um, sondern auch die Küchenchefs.

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