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Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

In der Renaissance und im Barock war Innsbruck eines der europäischen Musikzentren. Die Innsbrucker Festwochen, das älteste noch bestehende Festival für Alte Musik, schliessen an diese Tradition an.

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik © Vandory

Als Residenz der Habsburger vom ausgehenden Mittelalter bis in die Barockzeit zog Innsbruck die bedeutendsten Musiker der Zeit an. Meister wie Paul Hofhaimer, Heinrich Isaac und Pietro Antonio Cesti weilten als Hofmusiker in der Alpenstadt und im ersten freistehenden Theater im deutschen Sprachraum fanden prunkvolle Opernaufführungen statt.

Seit 1976 knüpfen die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik jeden August an diese Tradition an. Als eines der renommiertesten Festivals seiner Art wurde es zur Heimstätte bekannter Interpreten Alter Musik. So wirkten hier Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner, Alan Curtis, Jordi Savall, Sigiswald Kuijken und als langjähriger Festivalleiter René Jacobs. Neben den Original-Ensembles traten Opernstars wie Jennifer Larmore und der Countertenor Derek Lee Ragin auf. Seit 2010 ist Alessandro de Marchi künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Festwochen. Backstage-Veranstaltungen gewähren einen Blick hinter die Kulissen, bei den Lunchkonzerten im Hofgarten kann bei freiem Eintritt gegessen, getrunken und den Klängen gelauscht werden. Festliche Aufzugsmusik erfüllt wie zur Zeit der Tiroler Erzherzöge die Plätze der Stadt und die Glanzzeit der Renaissance ist während des Schlossfestes auf Schloss Ambras spürbar. Bei der „Langen Nacht der Musik“ erklingt Alte Musik bis in die frühen Morgenstunden.

Schloss Ambras mit dem berühmten Spanischen Saal, einem lichtdurchfluteten Juwel der Renaissancezeit, der Riesensaal der Hofburg, den Maria Theresia im Stil des Wiener Rokoko gestalten liess, und die Silberne Kapelle der Hofkirche bilden neben weiteren historischen Schauplätzen den Rahmen für opulente Operninszenierungen und Aufführungen renommierter Ensembles.

2011 eröffnet das Festival mit Telemanns einzig erhaltener Opera seria „Flavius Bertaridus, König der Longobarden“. 245 Jahre nach der Uraufführung in Innsbruck kommt es unter der Leitung von Attilio Cremonesi zur Wiederaufführung von Johann Adolf Hasses Drama per musica „Romolo ed Ersilia“. Im Rahmen des Nachwuchsprojektes BAROCKOPER:JUNG wird Francesco Cavallis Drama per musica „La Calisto“ aufgeführt.

Weitere Informationen:
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik


So klingen die Innsbrucker Festwochen: