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Jugendstilbauten in Vorarlberg

In Vorarlberg, wo sich die Architektur um die Jahrhundertwende auch am süddeutschen Heimatstil orientierte, prägten die Architekten Mallaun, Dittrich und Kornberger das Erscheinungsbild der Städte.

Landesgericht Feldkirch, Jugendstil-Architektur © Stadtmarketing und Tourismus Feldkirch

Wer vor der eleganten, mit schwarzem Marmor verkleideten Fassade der Löwen Apotheke in der Bregenzer Rathausstrasse Halt macht, hat ein Schmuckstück des Jugendstilarchitekten Otto Mallaun vor sich.Neben der Fassade basiert auch die Gestaltung der Geschäftsräume auf den Entwürfen des Bregenzer Baukünstlers, dessen Kreationen den Ausnahmecharakter des Jugendstils in der Vorarlberger Baugeschichte belegen. So zeichnete sich der Stil, wie er um die Jahrhundertwende in Vorarlberg dominierte, durch die Orientierung am „Heimatstil“ aus, der süddeutschen Variante des Jugendstils. Auch zahlreiche Bauten in Kennelbach, Dornbirn und Feldkirch zeugen von dieser Mode.

Zwei weitere österreichische Architekten hinterliessen zur Zeit des Jugendstils ihre architektonische Handschrift in Vorarlberg: Ernst Dittrich und Hanns Kornberger. Der 1868 in Haida geborene Ministerialbeamte Dittrich war nach der Jahrhundertwende die zentrale Architektenpersönlichkeit in Feldkirch, von seiner Schaffenskraft überzeugen sich Besucher etwa anhand des Feldkircher Landesgerichts und der gegenüber liegenden Finanzlandesdirektion. Der gebürtige Steirer Hanns Kornberger liess sich von 1900 bis 1915 in Dornbirn nieder und wirkte später in München. Heute zeugen etwa die Villen Grabenweg Nr. 8 und Schulgasse Nr. 17 in Dornbirn, die Villa Kaiser-Franz-Josef-Strasse Nr. 5 und das alte Krankenhaus in Hohenems von seinem Wirken.

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