Wien ist besonders bekannt für seine grossen Museen, welche zu den interessantesten und wichtigsten Österreichs zählen. Jedoch bietet die Stadt auch eine Vielfalt an kleinen und aussergewönlichen Ausstellungen und Museen.
Pathologisch-anatomische Sammlung
Das Museum befindet sich im sogenannten Narrenturm. Der Narrenturm wurde 1784 unter Kaiser Josef II errichtet. Planender Architekt war Isidore Canevale, doch kamen auch die Vorstellungen des Spitalsdirektors Dr. Joseph von Quarin zur Geltung. Das Gebäude wurde als erstes psychiatrisches Krankenhaus erbaut. 1866 wurde der Betrieb eingestellt und der Rundbau als Schwesternwohnheim, für Ärztedienstwohnungen, als Depot von Universitätskliniken und Werkstätten genutzt. Seit 1971 ist das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum im Narrenturm untergebracht. Seit 1993 wird das gesamte Gebäude als Museum genutzt. Der Narrenturm ist denkmalgeschützt und heute im Besitz der Universität Wien.
www.nhm-wien.ac.at
Bestattungsmuseum
Das Bestatten der Toten war stets ein Anliegen der Gemeinschaft, das der Fürsorge für den Toten diente oder den Zweck verfolgte, den Leichnam, vor dem man Angst hatte, zu beseitigen. Dabei wurde eine Fülle von Bräuchen vollzogen, die dem Verstorbenen, aber auch seinen Hinterbliebenen zugutekommen sollten. Ursprünglich war es die Familie oder ein Gemeinschaftsverband, der die Bestattung der Toten besorgte. Später wurde diese Aufgabe den Religionsgemeinschaften übertragen, mit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich daraus eine gewerbliche Tätigkeit. Das Bestattungsmuseum Wien wurde im Jahre 1967 gegründet und 1987 neu konzipiert. Mit 1000 Objekten bietet es einen weltweit einzigartigen Gesamtüberblick über Totenkult und Bestattungsrituale, die Bundeshauptstadt Wien bildet dabei den Schwerpunkt. Die Thematik Sterben und Tod wird anhand der gezeigten Exponate in pietätvoller Weise als kulturelle Drehscheibe des Vergänglichen präsentiert und ein nachvollziehbarer Übergang zum heutigen Totenkult geschaffen.
www.bestattungsmuseum.at
Alt Wiener Schnapsmuseum
Dieser Altwiener Meisterbetrieb wurde 1875 gegründet und gilt bis zum heutigen Tag als Spezialist für Brände und Liköre, deren Qualität uralte Rezepte bestimmen.
Der Betrieb wird seit 5 Generationen von der Familie Fischer geführt, die mit diesem Museum einen Einblick in die Tradition des Destillerie-Handwerks und in die Chronik einer bürgerlichen Familie gewährt. Schon beim Betreten des "Comptoirs" mit seiner Täfelung aus dem ehemaligen Hotel Krantz-Ambassador und seiner Büroeinrichtung vom Beginn dieses Jahrhunderts (mit seiner seither noch immer in Verwendung stehenden Registrierkasse) fühlt sich der Besucher in die gute alte Zeit der Monarchie versetzt.
www.schnapsmuseum.com
Kriminal Museum Wien
In einem der ältesten Häuser der Leopoldstadt, dem sogenannten "Seifensiederhaus", welches nachweislich lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1685 errichtet wurde, ist das Wiener Kriminalmuseum, vereinigt mit dem traditionsreichen Museum der Bundespolizeidirektion Wien (ehem. k.k. Polizeimuseum) untergebracht.In zwanzig Räumen durchschreitet der Besucher die Geschichte des Justiz- und Polizeiwesens sowie der Kriminalität vom späten Mittelalter bis in neue Zeit.
www.kriminalmuseum.at
3. Mann Museum
Das Dritte Mann Museum "3mpc" ist eine private Sammlung, die sich ganz dem 1948 in Wien gedrehten Filmklassiker "Der dritte Mann" widmet. 13 Räume illustrieren anhand von Originalen und Dokumenten den internationalen Erfolg des Filmes und das Leben im Nachkriegswien. Die Sammlung wächst und wächst ! Das Dritte Mann Museum versteht sich als Hommage an Graham Greene, Carol Reed, Orson Welles, Joseph Cotten, Alida Valli, Trevor Howard, Anton Karas, Paul Hörbiger und natürlich ... Harry Lime!
www.3mpc.net