
100 verschiedene Heil- und Gewürzpflanzen gedeihen hier unter der Aufsicht von Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger. Klassiker der Naturapotheke wie Kamille, Schafgarbe und Echinacea (roter Sonnenhut) lassen sich ebenso sehen wie die giftigen Exemplare Schierling oder Fingerhut. In einem eigenen Gartenabschnitt dürfen die Besucher auch ein wenig zupfen und rupfen, an den Kräutlein riechen und kosten.
Im Garten vor der Stiftspforte, der für Besucher frei zugänglich ist, wächst auch die Wegwarte oder Zichorie, die sonst meist am Strassenrand zu finden ist. In Form von Tee eingenommen unterstützt sie die Leber und tut der Haut gut. Die Wegwarte ist aber auch Benedikt Felsingers Lieblingskraut und eröffnet deshalb sein Buch „Heilkräuter aus dem Klostergarten“ (Ueberreuter, Wien 2011). 39 andere Kräuter, die im Handel erhältlich bzw. leicht selbst zu ernten sind, gesellen sich hinzu. Einiges, was auch in seinem Ratgeber nachzulesen ist, gibt der Kräuterpfarrer auf Anfrage auch bei einer Führung durch den Heilkräutergarten preis.
www.stiftgeras.at
www.kraeuterpfarrer.at

Bereits auf Abbildungen aus dem 17. Jhdt ist neben dem Meierhof des Stifts Seitenstetten ein Garten zu erkennen, seinen barocken Schliff erhielt der historische Hofgarten 1750. Heute gliedert sich das 1,3 Hektar grosse Stück Grün in fünf Teilräume, die von verschiedenen Epochen klösterlicher Gartengeschichte zeugen.
Klostergarten des Benediktinerstifts Seitenstetten, Niederösterreich