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Schloss Eggenberg

Die Familie Eggenberg übte über Jahrhunderte hinweg Einfluss auf die politische, ökonomische und künstlerische Entwicklung der Steiermark aus und setzte mit einem prunkvollen Schloss ihrem Wirken ein Denkmal.

Prunkraum im Schloss Eggenberg bei Graz © UMJ Peter Gradischnigg

Im 17. Jahrhundert vom Norditaliener Pietro de Pomis als Residenz des kaiserlichen Statthalters Hans Ulrich von Eggenberg errichtet, war Schloss Eggenberg als anspruchsvolle Legitimation für die Herrschaft einer Familie gedacht. Das Haus ist als riesiges Gleichnis erbaut, ein symbolisches Abbild des Universums, in dem der gelehrte Bauherr seine Vorstellung einer idealen Welt in einer Epoche von Chaos und Auflösung formuliert.

Entscheidend für den Rang von Schloss Eggenberg als Raumkunstwerk – von der UNESCO nachträglich in die Welterbestätte „Graz – Historisches Zentrum“ aufgenommen – sind die 24 Prunkräume mit dem grossen Planetensaal im Zentrum. In ihnen verbinden sich die Ausstattungsphasen von Barock und Rokoko zu einer aus heutiger Sicht untrennbaren Einheit. Vor allem der üppige Zyklus von über 500 Deckengemälden des 17. Jahrhunderts mit einem anspruchsvollen und komplexen Bildprogramm ist ein charakteristisches Zeugnis für frühbarockes Weltverständnis und gilt als einzigartig in seiner Qualität und im Umfang der erhaltenen Substanz.

Heute bildet das Haus einen exklusiven Rahmen für eine Reihe von Museen: Neben der Alten Galerie, die sich der europäischen Kunst aus verschiedensten Epochen widmet, erwarten die Besucher die beeindruckende Sammlung des Archäologiemuseums, das Münzkabinett und der prächtige Schlosspark.

Schloss Eggenberg


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