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Steirische Wasserstrasse

In der Hochsteiermark, der nordöstlichsten Region der Steiermark, gibt es einen Schatz der Natur im Überfluss: Wasser.

Landschaft © TVB Hochsteiermark

Die Steirische Wasserstrasse ist ein überregionales Projekt, das sich über die Bezirke Bruck/Mur und Mürzzuschlag erstreckt. Der geologische Aufbau des auslaufenden Alpenhauptkammes mit den vier Gebirgszügen Hochschwab, Veitschalpe, Schneealpe und Rax macht dieses Gebiet zu einer der wasserreichsten Regionen Mitteleuropas – einer Landschaft, die von Bächen, Flüssen, Wasserfällen, Mühlen, Brunnen, Mooren, Seen und Teichen geprägt ist.

Möglichkeiten, die vielfältigen Facetten des Themas Wasser kennenzulernen, gibt es hier viele: zum Beispiel beim Betrachten der Hammerwerke und alten Hochöfen, die die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Region widerspiegeln. Das Eisenwesen in der Region wurde ja erst durch die Nutzung des Wassers ermöglicht. Freilich gibt es noch viel direktere Wege, um dem flüssigen Element näherzukommen: etwa bei einer Tour mit dem Raftingboot oder Kajak auf der reissenden Salza, oder einfach beim Baden im ruhigen Gewässer wie dem paradiesischen Erlaufsee in der Umgebung von Mariazell.

Für Wanderer eröffnen die vielen markierten Wege rund um den Gebirgsstock des Hochschwabs ein weites Erkundungsgebiet in Sachen Wasser. Auf dem Weg zum Ursprung der Quellen, die ganz Wien und halb Graz mit Wasser versorgen, kommt man an glasklaren Seen wie dem Grünen See oder dem Sackwiesensee vorbei, die von dem glasklaren Quellwasser gespeist werden. Trinkwasser sollte ein Wanderer auf dem karstigen Höhenrücken des Hochschwabs übrigens immer ausreichend im Rucksack mitführen. Der mit Anstrengung zu erklimmende Gipfel belohnt dafür mit überwältigenden Ausblicken vom Dachstein bis ins steirisch-slowenische Hügelland.

Wer die Ruhe liebt, und dazu noch Forellen, Äschen und Saiblinge, dem stehen zahlreiche Fischereireviere zur Verfügung. Die vielen mäandernden Bachläufe sind prädestiniert dafür, die Kunst des Fliegenfischens zu lernen, also jener Anglertechnik, bei der mit einer „gefälschten“ Fliege der Fisch überlistet werden soll. Die Familie Pijawetz in Kindberg gibt ihren Gästen in umfassenden Kursen ihre jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet weiter. Zuerst lernt man, mit Zwirn und Federn seine eigene kunstvolle Fliege zu binden, wobei nicht allein deren Aussehen, sondern auch der Glaube an ihre Wirkung Berge versetzt, wie Ausbilder Armin Pijawetz augenzwinkernd hervorhebt. Schliesslich wird an den Ufern der Mürz, Salza und Schwarza die richtige Wurftechnik praktiziert. Wer sich die fliessende, lautlose Bewegung schliesslich angeeignet hat, kann sich schon bald über seinen ersten eigenen Fang freuen. Und der ist garantiert. Denn Flüsse wie die Salza zählen zu den internationalen Top-Fischereigewässern, und so manche Gäste sprechen von deren Uferlandschaften als dem „steirischen Kanada“.

Dass man sich beim Angeln kalte Füsse holt, verhindern schon einmal die Watstiefel, es gibt aber auch Menschen, die ganz bewusst barfuss durchs eiskalte Gebirgswasser laufen. Sie sind vor allem in Aflenz anzutreffen, wo die Wasserkuren von Sebastian Kneipp auf besonders fruchtbaren Boden fielen. Sei es im Gesundheits- und Kneippzentrum oder auf dem Kneipp-Pfad mit seinen Möglichkeiten für Armgüsse und zum Wassertreten – der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser ist hier alles andere als ungesund.

www.hochsteiermark.at