
Das heutige Gartenkonzept basiert auf der barocken Vierteilung, die Mitte des 17. Jahrhunderts nach Plänen des Admonter Hofgärtners Hans Strudl und des Stiftsbaumeisters Domenico Sciassia entstand. Die Neugestaltung hält sich an die vier Elemente sowie an bedeutende Epochen christlicher Heilsgeschichte.
Im Garten symbolisieren 100 handgemeisselte Steinquader aus einer alten Brücke die hellsten Sterne des nördlichen und des südlichen Sternenhimmels. Die Sterne aus Stein formieren sich auf der Wiese zur Milchstrasse und zu verschiedenen Sternbildern. Im Viertel des Feuers betritt der Suchende ein Labyrinth, das jenem in der Kathedrale von Chartres in Frankreich gleicht. In flammenförmigen Beeten kultiviert man in St. Lambrecht u. a. Kräuter, denen die mittelalterliche Mystikerin Hildegard von Bingen wärmende Funktion zuschrieb. Die Blumenlegenden, die sich um das Leben der Mutter Gottes drehen, liefern den Stoff für den Gartenteil, der im Zeichen der Luft steht. Rosen und andere typische Marienpflanzen wie Nelken, Narzissen und verschiedene Lilienarten sowie Frauenkräuter gedeihen hier. Das Thema Wasser illustriert der historische Brunnen, der aus barocken Steinelementen aufgebaut wurde.
www.domenico-stlambrecht.at

Der Garten ist unverzichtbarer Bestandteil der Klosterkultur - als Ort der inneren Einkehr ebenso wie als Lebensmittel-Quelle und Apotheke. Schwestern und Patres öffnen ihre Gartenpforten und laden Besucher zur Musse in himmlische Grünanlagen.
Klostergärten in Österreich
