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Grenzenlose Wanderfreuden

Im Herzen Europas gelegen und damit seit jeher von jahrhundertealten Handelsrouten durchkreuzt, kann Österreich bis heute mit zahlreichen länderverbindenden Wander- und Velowegen in den schönsten Regionen des Landes aufwarten.

Wandern bei der Berliner Hütte im Zillertal, Tirol © Österreich Werbung/Peter Burgstaller
Wandern bei der Berliner Hütte im Zillertal, Tirol © Österreich Werbung/Peter Burgstaller
Wandern an der Schlögener Donauschlinge in Oberösterreich  © Österreich Werbung/Peter Burgstaller
Wandern an der Schlögener Donauschlinge in Oberösterreich © Österreich Werbung/Peter Burgstaller
Wanderung in den Nockbergen © Kärnten Werbung, Franz Gerdl
Wanderung in den Nockbergen © Kärnten Werbung, Franz Gerdl

Hügelauf, hügelab schlängelt sich die Südsteirische Weinstrasse durch die idyllische Landschaft, deren steile Weingärten und schlanke Zypressen ihr den Spitznamen „steirische Toskana“ eingebracht haben. Dabei ist es doch vielmehr das nördliche Slowenien, das man in der Ferne erblickt, wenn man den Blick über die Hügel streifen lässt. Zum Beispiel in einer der vielen Buschenschenken bei einem Glas ausgezeichnet steirischen Weisswein.

Eine der faszinierendsten Routen für grenzüberschreitenden Wandergenuss ist wohl der Alpe-Adria-Trail, der von den Gletschern der Hohen Tauern bis an die Küste der Adria führt. Der Trail ist in 43 Etappen (zu je 17 - 20 km) eingeteilt und jede davon ist gespickt mit unvergesslichen Eindrücken. Die Teilstrecke durch den Nationalpark Hohe Tauern beeindruckt beispielsweise mit tosenden Wasserfällen und saftig-grünen Almwiesen, wettergegerbten Bauernhöfen, geheimnisvollen Schluchten und gastlichen Herbergen, die die Wanderer mit köstlicher regionaler Küche verwöhnen. Dass diese Wanderung – ebenso wie kürzere Teiletappen – auch als Package mit fachkundiger Führung und den richtigen Unterkünften auf der Strecke angeboten werden, erhöht zusätzlich den Reiz, die Wanderschuhe zu schnüren.

Auch im Velosattel lassen sich grenzüberschreitende Ferienerlebnisse sammeln – zum Beispiel auf dem Bernsteinveloweg. Der historische Handelsweg von St. Petersburg nach Venedig führt vom nördlichen Niederösterreich durch das sanfte Burgenland bis nach Slowenien und kreuzt dabei auch mehrfach die ungarische Grenze. Wer lieber auf den Spuren des berühmtesten österreichischen Komponisten wandeln möchte – oder besser gesagt mit dem Velo fährt -, wählt besser den Mozart-Veloweg, der viele wichtige historische Wirkungsstätten des Musik-Genies verbindet und einem ganz nebenbei auch die grossartigsten Seenlandschaften des Salzburger Landes erschliesst.

Der wohl bekannteste und beliebteste aller Velowege ist jedoch der Donauveloweg: Er begleitet den einzigen europäischen Fluss, der von Westen in Richtung Osten fliesst, von seiner Quelle im deutschen Donaueschingen bis zu seiner Mündung ins Schwarze Meer. Erster Höhepunkt auf österreichischem Boden ist die Schlögener Schlinge, wo die Donau eine 180-Grad Schleife vollzieht. Vorbei an kulturellen Juwelen wie der mittelalterlichen Stadt Enns mit ihrer zauberhaften Innenstadt, der Greiner Burg oder dem prächtigen Stift Melk schlängelt sich der Veloweg weiter durch beeindruckende Landschaften wie die liebliche Wachau mit ihren pittoresken Weinorten.

Doch warum nur am Ufer und nicht gleich direkt auf dem Wasser die schönsten Natur- und Grenzgebiete Österreichs erforschen? Bislang noch eher ein Geheimtipp sind die Kanufahrten auf der Thaya und der March, durch die faszinierenden Aulandschaften an der niederösterreichisch-tschechischen bzw. slowakischen Grenze. Eine der Touren führt vom tschechischen Břeclav in die unregulierten, seit Urzeiten unveränderten Thaya-Auen. Nicht nur mit der Pflanzen-, sondern auch mit der Tierwelt kommt man dabei immer wieder in Berührung - mit Sumpfschildkröte oder Seeadler, Schwarzstorch oder schillerndem Eisvogel. Selbst die scheuen Biber lassen sich hin und wieder blicken – und wer möchte, lässt sich von einem ausgebildeten Naturführer begleiten und auf so manchen stillen Beobachter in der Natur aufmerksam machen. Obwohl die March-Thaya-Auen noch relativ unentdeckt sind, kann man sie dank eines ausgezeichneten Velowegenetzes auch gut auf zwei Rädern erkunden: Ohne steile Anstiege führen die Wege über sanft gewellte Hügel, die von Weingärten und Feldern überzogen sind. Doch ganz gleich, ob man nun den Wander-, den Velo- oder Wasserweg wählt, um Österreich und seine Nachbarländer besser kennenzulernen: Immer mehr Feriengäste finden jedenfalls Gefallen daran, dabei auf die eigene Muskelkraft statt auf viele PS zu setzen. Und so ist es auch kein Wunder, dass viele der grenzüberschreitenden Wander- und Velowege Österreichs mittlerweile auch weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt sind.

Wandern in Österreich