
Bereits in dritter Generation macht die Familie Koó in ihrer kleinen Färberei „blau“ und verarbeitet hochwertige Stoffe zu indigofarbenen Unikaten.
Als „Kunst der armen Leute“ kam die ursprünglich aus Indien stammende Drucktechnik früher bei der Verarbeitung der Alltags- und Arbeitskleidung im Burgenland zum Einsatz.
Mit seiner von Hand betriebenen Walzendruckmaschine, die bereits seit 1930 im Besitz der Familie ist, bedruckt Joseph Koó mit über 200 Jahre alten Holzmodeln Leinen, Baumwolle und Seide mit dem „Papp“, der nach bestgehütetem Blaudrucker-Rezept aus Gummiarabikum und Tonerde hergestellt wird. Danach müssen die Stoffe zirka drei Wochen trocknen, um die Feinheit der weissen Musterung zu gewährleisten. Bis bei der Färbung schliesslich der gewünschte kräftige Blauton erreicht ist, wandern die bedruckten Stoffe acht- bis zehnmal in die sogenannte „Küpe“, bestehend aus Wasser, dem Farbstoff Indigo und Kalk.
Die Spezialität des Blaudruckers Joseph Koó sind die Doppeldrucke, die auf Vorder- und Rückseite je ein anderes Muster aufweisen. Im Verkaufslädchen des Familienbetriebs bietet Gattin Miriam den Besuchern Schürzen, Taschen, Hemden und Schals im typischen Indigoblau zum Kauf an.
Blaudruckerei Koó
E-Mail: koo@originalblaudruck.at
Internet: www.originalblaudruck.at
Tel.: +43 2612 8471

Das Burgenland lädt zum Ostermarkt nach Breitenbrunn ein, welcher künstlerisch gestalteten Osterschmuck und traditionelles Kunsthandwerk anbietet.