Mundart im Ötztal

Mehr noch als über Tracht oder Volksmusik identifizieren sich die Bewohner des Ötztals über ihren Dialekt mit ihrer Heimat. Die Ötztaler Mundart blickt auf eine rund 900-jährige Tradition zurück.

Ötztaler Mundart © Hans Haid
Seit über 200 Jahren findet der Ötztaler Dialekt auch schriftlich in der Mundartdichtung seinen Niederschlag. Auf der Webseite von Obergurgl findet sich ein kleines Wörterbuch des Ötztalerischen. Hier einige Kostproben: Mit „Oachar“ sind Eichhörnchen gemeint. Geht alles durcheinander, sagen die Ötztaler „kriwes-krawes“. Zum Frühstück gibt’s im Ötztal ein „Goggele“ (Ei), vielleicht auch „allebot“ (oft)  „Wucht“ (Wurst).

Das Verbreitungsgebiet der Ötztaler Mundart beschränkt sich auf die Gemeinden Umhausen, Längenfeld, Sölden, Ötz sowie teilweise auf die Orte Sautens und Haiming. Durch den Gebrauch der Ötztaler Mundart in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule und bei offiziellen Anlässen - z.B. in Gemeinderatssitzungen - wird sie von einer auf die nächste Generation weitergegeben.

Während manche  Bezeichnungen, etwa für nicht mehr in Verwendung stehende landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, abhanden kommen, werden im Gegenzug ständig neue Wörter in das Repertoire des „Ötztalerischen“ aufgenommen.

www.oetztal.com
Drucken Empfehlen merkengemerkt
 

Verwandte Artikel

 

Ferienservice

Newsletter

  • Holen Sie sich kostenlos aktuelle Ferientipps, Angebote und Gewinnspiele aus erster Hand.

  • Newsletter abonnieren