Mehr noch als über Tracht oder Volksmusik identifizieren sich die Bewohner des Ötztals über ihren Dialekt mit ihrer Heimat. Die Ötztaler Mundart blickt auf eine rund 900-jährige Tradition zurück.
Seit über 200 Jahren findet der Ötztaler Dialekt auch schriftlich in der
Mundartdichtung seinen Niederschlag. Auf der Webseite von
Obergurgl
findet sich ein kleines
Wörterbuch des Ötztalerischen. Hier einige Kostproben: Mit „Oachar“ sind Eichhörnchen gemeint. Geht alles durcheinander, sagen die Ötztaler „kriwes-krawes“. Zum Frühstück gibt’s im Ötztal ein „Goggele“ (Ei), vielleicht auch „allebot“ (oft) „Wucht“ (Wurst).
Das
Verbreitungsgebiet der Ötztaler Mundart beschränkt sich auf die Gemeinden Umhausen, Längenfeld, Sölden, Ötz sowie teilweise auf die Orte Sautens und Haiming. Durch den Gebrauch der
Ötztaler Mundart in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule und bei offiziellen Anlässen - z.B. in Gemeinderatssitzungen - wird sie von einer auf die nächste Generation weitergegeben.
Während manche Bezeichnungen, etwa für nicht mehr in Verwendung stehende landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, abhanden kommen, werden im Gegenzug ständig neue Wörter in das Repertoire des „Ötztalerischen“ aufgenommen.
www.oetztal.com