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Österreichs schönste Märkte

Am verführerischsten erlebt man den "Feinkostladen Österreich" auf den unzähligen Märkten des Landes: Vom riesigen Naschmarkt in Wien bis zu den bunten Bauernmärkten am Land wird gehandelt, verkauft, getratscht und genossen.

Stand mit Bio-Gemüse am Bauernmarkt
Wiener Naschmarkt
Zu Wasser und zu Lande wurden schon vor hunderten von Jahren Waren aus dem Abend- und Morgenland nach Wien gebracht. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich dabei seit eh und je exotische Lebensmittel. Schlendert man von der Secession beim Karlsplatz bis zur Kettenbrückengasse über den Markt, spürt man durch die lauten Anpreisungen der Händler auch ganz deutlich das Flair des Balkans. Von überall her strecken sich einem Schafskäse, Oliven, Wasabi-Nüsse oder pflückfrische Datteln entgegen. Es tönt "schöne Frau", "junger Mann", "Probieren, der Herr?" und "Bitteschön, was darf es sein?".

Wenn man nicht aufpasst, hat man die Einkaufstasche schneller mit Köstlichkeiten gefüllt als einem lieb ist: "Casanova's Antipasti" verlocken mit schier endlosen Vorspeisen-Variationen. Delikatessen aus Persien erfreuen alle Sinne: getrocknete Sternfrüchte, Baby-Kiwis, Berberitzen, Nüsse, Feigen, arabische Schokolade, Herr Reza vom "Kaspien-Markt" lässt seine Kunden gerne davon kosten. Der ehemalige Architekt plaudert gern und erzählt vom Lieblingsessen des letzten Schahs von Persien, der sich jede Woche einmal Berberitzenreis zubereiten liess. Das Rezept in englischer Sprache gibt es auf Anfrage! Das Wiener Traditionsunternehmen Gegenbauer flankiert mit gleich zwei attraktiven Ständen die Naschmarktgasse. Zur Linken duftet es nach feinem Essig - der Enkel des Gründers hat in leidenschaftlicher Forschungsarbeit innovative Essigprodukte entwickelt, seine Kaffee- und Kornmühlen befinden sich vis-a-vis. Eine Kaffeesorte wird hier auf dreierlei Arten geröstet: als "Morning", "Naschmarkt" und "Evening".

Auf dem Naschmarkt wird ein Marktbummel zur kulinarischen und kulturellen Weltreise. Und nun feiert er auch noch 80. Geburtstag.

Bauernmarkt und Flohmarkt

Samstags bietet am westlichen Rand des Naschmarkts ein zusätzlicher Bauernmarkt landwirtschaftliche Produkte und Regionales aus erster Hand. Und von dort sind es nur ein paar Schritte zum wöchentlichen Flohmarkt, wo man zwischen Antiquitäten, Büchern und Platten, Trödelware und Kuriositäten stöbern kann. Der Samstag ist überhaupt der beste Tag für Marktliebhaber in Wien. Zwar sind die insgesamt 25 Märkte der Stadt die ganze Woche über geöffnet, aber am Wochenende bieten sie alle noch zusätzliche Schmankerl.

Karmelitermarkt
Am Karmelitermarkt gibt es am Samstag die grösste
Slow-Food-Corner der Stadt: Hier werden ausschliesslich traditionelle, bodenständige und regionale Produkte aus umweltbewusster Herstellung verkauft. Biologisches Gemüse, Alpenlachs und Bio-Holzofenbrot sind ebenso zu erstehen wie Käse der besten kleinen Käsereien Österreichs und Fleischprodukte alter Schweinerassen.

Brunnenmarkt
Der Brunnenmarkt in Ottakring wiederum – sonst fest in türkischer Hand – wird am Samstag durch den Yppenmarkt erweitert, auf dem Bauern aus dem Umland ihre Waren verkaufen. Am Schnittpunkt der beiden Märkte befindet sich eine Wiener Institution: "Der Staud". Im modernen Pavillon verkauft Herr Staud seine weltberühmten Marmeladen und eingelegtes Gemüse im Glas. Die anregende Multi-Kulti-Atmosphäre des Marktes zieht besonders das Szene-Publikum, Künstler und junge Kreative an: Neuerdings ist das Samstag-Frühstück in einer der Bars am Yppenmarkt unverzichtbares Ritual zum Wochenausklang.

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