Heuer finden gleich drei der ältesten Fasnachts-Veranstaltungen Tirols statt, eine Besonderheit, die sich aufgrund der Jahresrhythmen dieser traditionellen, authentischen Faschingsumzüge nur alle 60 Jahre ergibt.
Telfer Schleicherlaufen Am31. Jänner ziehen nach fünfjähriger Pause wieder dieSchleicher durch Telfs. Die rund 40 prächtig gekleideten Männer tragen einen monumentalen Hut – bis zu acht Kilogramm schwer, oft höher als einen Meter und jeder für sich ein Kunstwerk, dessen gegenständliche Aufbauten wie Almhütten, Blumenkränze und ähnliche Motive aus dem bäuerlichen Leben oder der Sagenwelt ständige Erneuerung erfahren. Neben der künstlerischen Gestaltung der imposanten Kopfbedeckung besteht die Aufgabe der Schleicher darin, die an ihrem Kostüm befestigten Schellen zum richtigen Zeitpunkt erklingen zu lassen. Beim Schleichertanz, der im Mittelpunkt der Telfer Fasnacht steht, setzt die Figur einen Fuss leicht federnd vor den anderen. Nach diesem Schrittwechsel muss sie im Gleichklang mit den anderen Tänzern dieSchellen anschlagen, damit das mächtige „Tschalung“, der Ton aller Glocken, im ganzen Ort zu hören ist. Am Telfer Schleicherlaufen, das wie alle Fasnachtsumzüge den Kampf des Frühlings gegen den Winter symbolisiert, nehmen noch viele andere Fasnachtsgruppen teil. Die ganz in „Baumbart“ (Flechten) gehüllten „Wilden“ fungieren z. B. als Ordnungshüter und Platzmacher für die Schleicher, die „Bären“ repräsentieren den Frühling, während die „Laniger“ das fahrende Volk von anno dazu mal darstellen. www.schleicherlaufen.at Fisser Blochziehen Mit „Iatz geats los – iatz springa d´Schallner“ eröffnen die „Schallner“ und „Mohrelen“ – sie stehen für den Frühling – am 31. Jänner um 12.30 Uhr das „Fisser Blochziehen“. Auf das Kommando des „Fuhrmanns“ ziehen die „Bärentreiber“, die Mohrelen und einige andere kräftige Männer den „Bloch“, eine 30 Meter lange und sechs Tonnen schwere Zirbe, durch den Ort. Sie symbolisiert den Pflug, der die Felder im nahenden Frühling für die Aussaat aufbricht. Auf dem mächtigen Stamm treibt der dämonische „Schwoaftuifl“ sein Unwesen und versucht, den Zug zu stoppen. Für Unterhaltung unter den erwarteten rund 10.000 Zusehern sorgt auch der „Bajatzl“, der das Gute und die Heiterkeit verkörpert. Der „Akrobat der Lüfte“ schwingt sich von Dach zu Dach, windet sich schelmisch durch die engen Gassen und macht den Damen schöne Augen. Das Fisser Blochziehen findet alle vier Jahre statt. www.blochziehen.at Nassereither Schellerlaufen Alle drei Jahre gehen die Nassereither nach alter Tradition in ihre Fasnacht, die mit einer Vielfalt an gewaltigen Masken, Figuren und bunten Kostümen besticht. Zu den zentralen Gestalten des Schellerlaufens zählender Bär und der Bärentreiber. Ertönt am 7. Februar um 12 Uhr der Ruf „Urio Bärio" des Bärentreibers, nimmt die Nassereither Fasnacht ihren Lauf. Der Treiber mit seiner grimmigen, hölzernen Maske verkörpert den Winter, der den Frühling – dargestellt durch den Bären – fest im Griff hat. In der einen Hand hält er einen mannshohen Haselnuss-Stock, in der anderen die Kette zur Bändigung des Bären, der in einem Kostüm aus schwarzen Schaffellen steckt. Begleitet werden die zwei vom „Bärenpfeifer“, der mit seiner kleinen Trommel und einer Pfeife rhythmische Klänge erzeugt. Mit dabei ist auch der „Bärensammler“, der beim Publikum um ein wenig „Münzio" für den Bären und seinen Treiber bittet. Nachdem der Bär den Kampf für sich entschieden hat, haben die Hexen ihren grossen Auftritt. Sie legen vor der Hexenmutter ihren Treueschwur ab, um sich dann dem grossen Umzug der rund 200 Masken mit Kehrern, Rollern Schellern, Russlern und anderen Figuren durch das Dorf anzuschliessen. www.fasnacht-nassereith.at
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In Tirol gibt es nicht nur den beliebten Ostermarkt in Innsbruck. Zahlreiche weitere Märkte, wie etwa in Hall in Tirol oder Kufstein bieten ein breit gefächertes Sortiment an Osterartikeln.
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