Im Mittelpunkt des „Mullerlaufen“ in der Region Hall-Wattens steht der „Spiegeltuxer“, der einen rund zwölf Kilogramm schweren Kopfschmuck aus Federn und Blumen mit grossem Spiegel in der Mitte trägt. Mit dem Spiegel vertreibt er als Frühlingsfigur die bösen Geister des Winters.
Die „
Spiegeltuxer“ zeigen sich bei diesem Umzug, der heuer in Rum (7. Februar ab 10 Uhr) stattfindet, zum Beispiel in der Gestalt des Furcht erregenden „
Zottler“ im Anzug aus Jutefransen mit Pfauenfedern und Fell auf dem Kopf oder des „
Kraneter“, der von Kopf bis Fuss in Zweige aus Wacholder (Kranewitterstauden) gehüllt erscheint. Sein Kostüm wiegt übrigens bis zu 45 Kilogramm. Farbenfroh mit Gewändern mit bunten Fransen, Quasten und Glöckchen geben sich die „
Zaggler“, die als Herbstfiguren versuchen, dem Winter den Einzug
zu verwehren.
Jeder der Muller, so der Oberbegriff für alle Fasnachtsfiguren, teilt ans Publikum Schläge aufs Schulterblatt aus – ein altes Fruchtbarkeitsritual. Zur Stärkung erhält der „Abgemullte“ einen Schluck aus der Schnapsflasche, die jeder Muller bei sich trägt.
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