Es berührt Menschen aller Nationen und Kulturen: Das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ist Ausdruck tiefster Besinnung und spiritueller Sehnsucht nach Frieden.
Ein himmlischer Zufall führt die beiden in Oberndorf bei Salzburg zusammen: Der Lehrer
Franz Xaver Gruber übt den Organistendienst in der Kirche St. Nikolaus aus,
Josef Mohr ist dort von 1817 bis 1819 Priester. Schon bei seiner Ankunft hat er den Text für das Lied dabei – zunächst als Gedicht. Ein Jahr später komponiert Gruber dazu eine berührende Melodie.
Am Abend des 24. Dezember 1818 erlebt es seine
Uraufführung - das Weihnachtslied der Welt ist geboren.
Zu dieser Zeit hatten die napoleonischen Kriege gerade Europa verwüstet und neue Grenzen gezogen. Auch Oberndorf erfuhr unterschiedliche Staatszugehörigkeiten und seine Bewohner durchlebten schwere Zeiten. In dieser
allgemeinen Stimmung von Bedrückung wollten Mohr und Gruber
Hoffnung geben. Die Nachwelt weiss, es ist ihnen gelungen.
Dass dieses Lied – ohne Medien und Datenträger – bald nach seiner Entstehung auch
über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt wurde, ist seiner inneren Kraft genauso zu verdanken wie Wanderhändlern, die zugleich Sänger waren. Sie brachten das Lied bei Messen in Deutschland zu Gehör und drangen damit bis zum Hof des Königs von Preussen vor. 1854 ersucht die Königliche Hofmusikkapelle um eine Abschrift des Liedes und sein Komponist Gruber verfasst daraufhin die Geschichte seiner Entstehung, die den Weihnachtsabend von 1818 in Oberndorf authentisch schildert.
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